Sie decken unseren Tisch und füllen unsere Speis. Die BäuerInnen des Landes krempeln die Ärmel hoch, säen und ernten. Aber nicht nur in Zeiten der Krise, sondern 365 Tage im Jahr. Und anders als vielleicht sonst werden sie in Zeiten von Corona mit dem Beiwort „systemrelevant“ als HeldInnen unserer Gesellschaft gefeiert.

Regionalität und Selbstversorgung rücken in das Zentrum aktueller Diskurse und der Ausfall von ErntehelferInnen lässt sich in vielen Betrieben nur sehr schlecht verdauen. Doch nicht bei allen.

Warum kleinstrukturierte Betriebe sich mancherorts als krisenfester bewähren, führt uns Josef Peck, Geschäftsführer der Genossenschaft LGV Sonnengemüse vor Augen. Warum eine Krise vor der anderen Krise nicht haltmacht, erfahren wir im Gespräch mit Lorenz Mayr, Leiter eines Ackerbaubetriebs im Weinviertel.

Feld voll mit Jungzwiebel

Auf der Sonnenseite im Seewinkel

Josef Peck führt uns hinter die Kulissen direkt aufs Feld. Als Vorstand der Genossenschaft LGV Gärtnergemüse und Seewinkler Sonnengemüse beschreibt er die aktuelle Situation seiner 150 Mitgliedsbetriebe im Osten Österreichs. Neun davon zählen mit ihren Wiesen, Ackerbrachen und aufgelassenen Weingärten zu den Partnerbetrieben von Blühendes Österreich.

 

„Natürlich ist jetzt alles aufwendiger. Wir müssen wie vorgegeben die Distanz auf den Arbeitsplätzen einhalten. Umkleideräume für die Belegschaft wurden umgestaltet. Der Mehraufwand, den wir in diesen ungewöhnlichen Zeiten haben, ist deutlich zu spüren.“ Doch die gute Nachricht lautet, bis jetzt verzeichnet die Genossenschaft keine krankheitsbedingten Ausfälle und auch sonst bleiben sie vorerst auf der Sonnenseite.

Durchwachsene Situation

Ganz andere Bilder zeichnen sich im Marchfeld ab. Hier sollte für die SpargelstecherInnen derzeit Hochbetrieb herrschen. Sollte. Denn fehlende HelferInnen aus dem Ausland sorgen für große Ernteausfälle. „Spargelbetriebe wird es sicherlich hart treffen, denn diese kämpfen mit zwei besonderen Herausforderungen: Ihnen fehlen die Arbeitskräfte und ein wichtiger Absatzmarkt. Mit den geschlossenen Restaurants bricht ihnen die Gastronomie als großer Abnehmer komplett weg,“ berichtet LGV-Vorstand Josef Peck.

Welche Krise hat Saison?

Die SpargelbäuerInnen trifft es jetzt schon mit voller Härte. Andere LandwirtInnen werden vielleicht erst später ins Straucheln kommen, so das Stimmungsbild von Lorenz Mayr, Landwirt in der Weinviertler Gemeinde Großmugl. Mit rund 1,4 Hektar ökologisch wertvoller Flächen ist er ebenfalls Teil des FLORA-Programms von Blühendes Österreich. Weizen, Raps, Erdäpfel, Zuckerrüben und Körnermais gedeihen auf seinen Feldern. ErntehelferInnen braucht Lorenz Mayr zwar keine, da bei ihm aktuell die ganze Familie anpackt. Dennoch blickt er aus anderen Gründen sorgenvoll in die Zukunft.

„Wir werden die Krise nachgelagert zu spüren bekommen. Bei uns wird sich erst in einigen Monaten zeigen, ob unsere Produkte wie gewohnt Abnehmer finden. Die Lage ist unter den Landwirtschaftsbetrieben allerdings ganz unterschiedlich. Mit der Gastronomie fehlt vielen Rinderbetrieben zum Beispiel jetzt schon ein ganz wichtiger Abnehmer.“

Bauer verladet den Jungzwiebel

Familie in Zeiten der Krise

Ganz anders sieht es bei den LGV-Mitgliedsbetrieben aus, die mit ihrem frischen Gemüse unsere Supermarktregale befüllen. Sie rechnen im Vergleich zu einem normalen Jahr mit Absatzsteigerungen von 10 bis 15 Prozent. Geschlossene Restaurants sorgen nicht nur für vollere Kühlschränke und Vorratskammern zu Hause. KonsumentInnen setzen zudem verstärkt auf Regionalität, das spürt auch die Bauern- und Gärtnergenossenschaft.

„Wir fühlen uns auf unserem Weg bestätigt. Gerade kleinstrukturierte, familiengeführte Betriebe haben sich in dieser Situation voll bewährt. Riesenbetriebe sind natürlich durch den Ausfall von Erntehelfern mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Bei uns legen die Familien alle selbst Hand an und sind auf den Feldern unterwegs“, berichtet Josef Peck.

Frisches von uns daheim

Regionalität und Selbstversorgung. Diese zwei Schlagwörter dominieren gerade landwirtschaftliche Diskussionen. Denn gerade die geschlossenen Grenzen verdeutlichen wichtige Zusammenhänge: Lieferketten, ErntehelferInnen, Absatzmärkte. Sie alle sind überlebenswichtig für eine funktionierende Landwirtschaft. Aber eben nicht gleichermaßen für alle Betriebe.

Selbstversorgung in Österreich

Produkte wie Zucker, Fleisch und Milch müssen uns kein Kopfzerbrechen bereiten. Laut Statistik Austria liegt der Selbstversorgungsgrad bei Zucker bei 160 Prozent, Rindfleisch schafft es auf 141 Prozent und mit 120 Prozent ist auch unser Kuhmilchbedarf mehr als gedeckt.

Anders sieht die Situation bei Obst und Gemüse aus. Hier können wir uns lediglich zu 40 bzw. 55 Prozent selbst versorgen. Warum das so ist? Mit jährlich über 250.000 Tonnen greifen wir im Supermarkt gern zu Zitrusfrüchten und anderen tropischen Früchten. Die Nachfrage ist groß. Zudem verlangen viele Obst- und Gemüsesorten nach sehr arbeitsaufwendigen Kulturen und in Ländern mit hohem Lohnniveau wie Österreich sind sie daher schwierig zu produzieren, so wird die Landwirtschaftskammer in vielen Medien zitiert.

„Wir freuen uns natürlich, dass unsere Arbeit aktuell noch mehr gesehen wird und dass ein neues Bewusstsein für Regionalität und Selbstversorgung entsteht. Bis vor zwei bis drei Monaten hieß es immer wieder, was wir nicht selbst produzieren können, importieren wir einfach von da und von dort. Jetzt in Zeiten wie diesen, in denen die Grenzen plötzlich zu sind, zeigt sich, wie wichtig Eigenproduktion und Selbstversorgung sind“, gibt Landwirt Mayr daher zu denken.

Lehren aus der Krise

Es stellt sich also die Frage: Wird die Krise zum Lehrmeister? Das wird sich wohl erst in den nächsten Monaten weisen. Doch Raum für Reflexion und Diskussion sowie für eine neue Kultur der Wertschätzung für scheinbar Selbstverständliches gibt es jetzt schon. Denn viele Dinge – so viel steht fest – wachsen eben nicht einfach nur so aus dem Boden.

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Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

8. Nov |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Interessen und Intensität der Halb- oder Ganztagestour werden individuell angepasst.

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Die Bezahlung erfolgt bequem per Kreditkarte oder Direktüberweisung.

Auf Wunsch ist auch eine Zahlung nach Rechnungserhalt möglich - hierfür genügt eine kurze Kontaktaufnahme.

 

Gibt es Beispiele für solche Touren?
Eine Übersicht über bestehende Standard-Touren steht hier zur Verfügung. Darüber hinaus können auch individuelle thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten festgelegt werden. Auf dieser Basis wird ein:e passend qualifizierte Ranger:innen organisiert.

Ist auch die Buchung von Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen möglich?
Bei anspruchsvollen Wanderungen in alpine Gipfelregionen sowie bei Kletter- oder Schitouren wird die Begleitung durch Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen empfohlen. Eine entsprechende Übersicht ist hier zu finden.

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche
Gruppen

Treffpunkt und Zeitpunkt wird gemeinsam mit dem Guide bei Buchung vereinbart

Geführte Touren sind ganzjährig möglich.

€ 230,00 für eine Halbtagestour (bis zu 5 Stunden), € 330,00 (bis zu 8 Stunden) für eine Ganztagestour mit eine:m Nationalpark Ranger:in

Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

Unsere Nationalpark Ranger:innen machen diese exklusive Führung zu einem maßgeschneiderten Naturerlebnis!

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen unscheinbaren blauen Käfer besonders? Bei dieser individuell gestalteten Führung greifen die Ranger:innen diese und viele weitere Fragen auf und setzen gewünschte Schwerpunkte.

Das Infobüro in Admont vermittelt gerne erfahrene Nationalpark Ranger:innen. Anfragen sind telefonisch unter +43 (0)3613 / 21160-20 oder per E-Mail an info@nationalpark-gesaeuse.at möglich. Alternativ steht eine einfache Direktbuchung zur Verfügung: Datum auswählen, Halb- oder Ganztag festlegen – die gesamte weitere Organisation übernimmt der Nationalpark.

Die Buchungsabwicklung und Bezahlung erfolgen über das Infobüro des Nationalparks Gesäuse in Admont.

Ergänzend dazu bieten Gesäuse Partner der Kategorie „Outdoor Anbieter“ ein vielfältiges Programm an individuellen Touren und Erlebnissen – von Rafting, Kletter- und Wandertouren bis hin zu Schitouren im Winter.

Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse
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Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

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8. Nov |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

Ich möchte auch gerne eine:n Bergwanderführer:in oder eine:n Bergführer:in buchen – wo ist das möglich?
Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen kleinen blauen Käfer besonders? Unsere Ranger:innen gehen bei einer exklusiven Führung auf Ihre Fragen ein und vermitteln dabei das Herzensanliegen unseres Nationalparks: die Werte der Wildnis. Unsere Ranger:innen stimmen ihre Führungen individuell auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Interessen ab.

Wenden Sie sich an das Informationsbüro in Admont und wir vermitteln Ihnen gerne eine:n erfahrene:n und bestens geeignete:n Nationalpark Ranger:in. Anfragen unter der Tel: +43(0)3613/21160-20; info@nationalpark-gesaeuse.at, oder Sie nutzen die direkte Buchung: einfach Datum auswählen, Halb- oder Ganztag und los geht´s. Alles andere übernehmen wir für Sie.

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Imkern macht Freude

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Warth

9. Nov |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

Weiterer Kurstermin an der NÖ Imkerschule in Warth: Montag, 25.01.2027

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige und jährlich aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die 2015 erschienene Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 13 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Warth
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