Schmetterlinge sind wundersame Verwandlungskünstler. Sie brauchen je nach Entwicklungsstadium unterschiedliche Lebensräume. Nur wenn Eier, Raupen und Puppen überleben, flattern die hübschen Falter.
Check 1: Raupenfutterpflanzen Spezialisten und „Allesesser“
Manche Schmetterlingsarten fressen nur eine einzige, spezifische Pflanzenart. Kommt sie nicht vor, kann sich der Falter nicht entwickeln. Andere Raupen sind da nicht so wählerisch. Je diverser das angebotene Buffet, desto mehr Falter kann man anlocken!
- Absoluter Hotspot: Brennnesseln z.B. Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs
- Obstbäume und Sträucher z.B. Segelfalter und Wiener Nachtpfauenauge
- Weiden z.B. Schillerfalter und Trauermantel
- Leguminosen z.B. Gewöhnlicher Bläuling und Himmelblauer Bläuling
- Unterschiedlichste Gräser z.B. Schachbrettfalter und Kleines Wiesenvögelchen
Check 2: Vielfältige Strukturen zur Eiablage & Verpuppung
Schmetterlinge verbringen zwei Lebensphasen völlig bewegungslos: als Ei und als Puppe. Gerade deshalb reagieren sie in dieser Zeit besonders sensibel auf Umwelteinflüsse. Strukturreiche Lebensräume bieten ihnen den nötigen Schutz, um diese Phasen sicher zu überstehen – oft auch gleich den Winter.
- Totholz und Baumhöhlen
- Steinhaufen
- Stängel
- Ungestörter offener Boden
- Altgras
Check 3: Erreichbare blütenreiche Flächen als Nektarquelle
Erwachsene Schmetterlinge sind ständig unterwegs und brauchen viel Energie, die sie als Nektar aus Blüten beziehen. Deshalb sind sie auf ein kontinuierliches Angebot angewiesen – sowohl über die gesamte Saison hinweg, als auch flächig in der Landschaft verteilt.
- Frühblüher für die Frühstarter im Frühling z.B. Huflattich und Weidenkätzchen
- Kontinuierliches Blühangebot über den Sommer
- Spätblüher für die im Herbst noch flatternden Falter z.B. Efeu