Es herrscht geschäftiges Gaukeln in der milden Frühlingsluft. Die anmutigen Falter sind aus den Puppen geschlüpft, andere Arten werden von den wärmenden Sonnenstrahlen aus ihrem Winterlager gekitzelt.

Die Schmetterlinge sind endlich wieder da und damit auch die Zeit für den alljährlichen Rückblick auf das schillernde Schmetterlingsjahr 2019: Hier kommen die Highlights der Schmetterlingsapp und so viel sei verraten: Unsere kühnsten Hoffnungen wurden übertroffen.

In bester Gesellschaft: Die Schmetterlingslobby wächst

Wie die Zeit verflattert! Die von Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 ins Leben gerufene App begleitet uns nun schon ins 5. Schmetterlingsjahr. Stetig wächst die Community und damit wichtige Erkenntnisse über die Lage der heimischen Schmetterlinge. 

Ende 2019 hatten 39.240 SchmetterlingsfreundInnen die App heruntergeladen, die es seit Sommer 2019 auch als Desktop-Version gibt. Das macht sie zur größten Naturbeobachtungsapp im deutschsprachigen Raum. Noch ein Superlativ ist Grund zur Meldung: 

16.110 BeobachterInnen machen die Community zur größten Gemeinschaft von SchmetterlingsliebhaberInnen Europas.

Über 100.000 kleine Glücksmomente 

Wir haben zugelegt! Stolze 106.098 Schmetterlingssichtungen wurden im vergangenen Jahr über die App gemeldet.

Das sind um 19 % mehr als 2018 (88.885) und macht seit Bestehen des Citizen-Science Projekts 2016 insgesamt sagenhafte 226.760 Glücksmomente. 2019 wurden 151 unterschiedliche Tagfalterarten gesichtet, das sind um 9 mehr als 2018 und entspricht 70 % aller bisher in Österreich nachgewiesenen Arten.

Das große Flattern – die häufigsten gemeldeten Arten

Beim Kaisermantel, einem Stammgast auf dem Siegertreppchen, reichte es diesmal nur für den dritten Platz. 2018 bescherten ihm 5.246 Meldungen noch Platz 1, 2019 machte er sich mit 4.208 Sichtungen etwas rar.

Mit 4.913 Meldungen sicherte sich der Hauhechel-Bläuling ein Plätzchen auf dem Podest und vertreibt damit das Tagpfauenauge von Platz 2.
Zielsicher gaukelte der Distelfalter auf Platz 1 und ließ mit 7.416 Meldungen die Konkurrenz weit hinter sich.

Wissenschaftliche Highlights

Wie die Community weiß, ist so ziemlich jeder Schmetterlings-Moment zauberhaft. Aber dann gibt es da noch die kleinen, großen Sensationen: So zeigte sich 2019 der Eisenfarbige Samtfalter erstmals in der Steiermark, und in Wien hielten der Karst-Weißling und der Eschen-Scheckenfalter Premiere.

Außerdem konnten wir uns über die Sichtung von vier vom Aussterben bedrohten Arten freuen: Neunmal wurde die Berghexe gesichtet, viermal der Saumfleck-Perlmuttfalter, sechzehnmal gab sich der Blauschillernde Feuerfalter die Ehre und sechsmal der Eisenfarbige Samtfalter.

Nachtfalter-Sichtungen

Seit 2018 können neben den Tagfalterarten auch 32 Nachtfalterarten gemeldet werden: 8.278 waren es 2019 und damit fast doppelt so viele als 2018 (4.492)! 

Besonders oft zeigte sich der in Österreich weit verbreitete Russische Bär (877 Meldungen). Große Auftritte mit klingenden Namen hatten aber auch das Wiener Nachtpfauenauge (146 Meldungen), der Japanische Eichenseidenspinner (139 Meldungen) und der Totenkopfschwärmer (51 Meldungen). 

Das Bundesländer-Ranking

Wieder einmal schaffen es die NiederösterreicherInnen auf Platz 1. Neben besonders fleißigen UserInnen liegt dies wohl auch am idealen Lebensraum, den die filigranen Falter hier finden – nämlich mehr, als in allen Ländern Nordeuropas zusammen.

Kurz gesagt: Aus Niederösterreich kamen 2019 34.798 Schmetterlingsbeobachtungen, gefolgt von Kärnten (16.075) und der Steiermark (14.495). 

Auch in Sachen Artenvielfalt ist das größte Bundesland ungeschlagen: 120 verschiedene Arten wurden 2019 in Niederösterreich gemeldet. In der Steiermark waren es 111 und in Tirol 104.

Das macht Tirol zum Bundesland mit dem höchsten Zuwachs an gemeldeten Arten – und das Spektrum der montanen bis alpinen Arten ist unter den Meldungen fast vollständig vertreten.

Die wahren HeldInnen

Was wäre die App nur ohne ihre Community? Die fleißigsten 12 BeobachterInnen haben 2019 jeweils mehr als unglaubliche 2.000 Schmetterlingssichtungen geteilt! 18 weitere UserInnen übermittelten mehr als 1.000 Datensätze. 

Von User „MaDe“ kamen 6.976 Beobachtungen, gefolgt von Momcilo Borek mit 3.869 Beobachtungen, der damit auch 2019 auf Platz 2 verweilt. 3.801 Beobachtungen katapultierten Udo Tschernuter auf Anhieb auf Platz 3. 

Großer Dank gebührt auch all den engagierten HelferInnen, die Ihr Wissen gerne teilen, um das Geheimnis um manch unerkannte Art zu lüften: 

Allen voran Sabine Gasparitz (8.529 Kommentare), Wanda Mroczkowska (7.103 Kommentare) und Peter Zych (5.612 Kommentare). 

Austria’s next Topfalter im Grünen 

Mit 63 Likes landete der von Petra Urbanek entdeckte Segelfalter, klassisch in schwarz-weiß, auf Platz 3 der meist-gelikten Fotos.

Magdalena Gattringer hielt einen besonderen Moment mit einem prächtigen Osterluzeifalter fest und bekam dafür 71 Likes. Das entscheidende Like mehr und damit den ersten Platz sicherte sich der anmutig schillernde Grüne Zipfelfalter von Ingrid Stuller. 

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Die beliebtesten Schmetterlingsfotos findest du im gesamten Report 2019. Diesen kannst du jetzt als PDF herunterladen. 

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Termine 2020: Mach’ dich startklar für das Schmetterlingsjahr 2020 


Es wird natürlich weiter geflattert, gezählt und beobachtet. Auch 2020 heißt es wieder „Jedes Foto zählt!“

In diesem Jahr gibt es dazu folgende Schwerpunktkampagnen:

17. März bis 7. Juli 2020
Der Aurorafalter – Auf der Suche nach dem Frühlingsbotschafter

3. bis 26. Juli 2020
Zeig her deinen Schmetterling im Garten!

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Verwandte Naturerlebnisse

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

29. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches Programm stattfindet.

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Wenn Sie eine besondere Form der Unterstützung brauchen, damit Sie barrierefrei teilnehmen können, dann lassen Sie uns das bitte vorab wissen.
Wenn Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, stellen wir für diese Veranstaltung einen Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung (Voranmeldung notwendig).

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Direkt beim Weidendom ist eine Bushaltestelle. Suchen Sie Ihre Verbindung bei der ÖBB oder Verbundlinie.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.
  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    Mai, Juni, September: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    Juli, August: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

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