Auf den heimischen Wiesen und Wäldern tummeln sich viele essbare Pflanzen, die du zur Zubereitung der verschiedensten köstlichen Gerichte, aber auch für Öle, Tinkturen, Cremes, etc. verwenden kannst.

Aber Vorsicht: So manches giftige Grünzeug sieht den essbaren Pflanzen und Kräutern zum Verwechseln ähnlich – und diese giftigen Zwillinge dürfen auf keinen Fall im Suppentopf oder der Salatschüssel landen!

 

Doppelt gefährlich: Die beiden giftigen Zwillinge des Bärlauchs

Bärlauch mit dem botanischen Namen Allium ursinum wird im Volksmund auch Waldknoblauch, Wilder Lauch oder Hexenzwiebel genannt. Er sprießt im Frühjahr bevorzugt in feuchten Laub- und Auwäldern.

Bärlauch kann Magen-Darmbeschwerden lindern, man sagt ihm eine antibakterielle Wirkung nach und er wird auch bei schlechtem Cholesterin-Werten eingesetzt. Diese gesundheitsfördernden Eigenschaften sind auf bestimmte ätherische Öle und Schwefelverbindungen im Öl zurückzuführen. Außerdem enthält Bärlauch viele Bitterstoffe, die die Verdauung in Schwung bringen.

Die essbare Pflanze mit dem charakteristischen Geruch schmeckt natürlich zudem ganz vorzüglich, beispielsweise als hausgemachtes Pesto oder Suppe. Das ist auch der Grund, weshalb es im Frühling so viele Menschen in die Wälder zieht, um frischen Bärlauch zu pflücken.

Und genau hier ist Vorsicht angesagt! Leider wachsen zur gleichen Zeit zwei giftige Zwillinge des Bärlauchs: das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose. Jahr für Jahr landen daher gar nicht wenige Patienten mit Vergiftungen in den Krankenhäusern, nachdem sie den angeblichen Bärlauch konsumiert haben. Diese Vergiftungen können leider tödlich enden.

Wie kannst du also Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlose unterscheiden?

  1. Am Geruch: Bärlauch riecht stark nach Knoblauch – betrittst du einen Wald, in dem Bärlauch wuchert, strömt dir meistens sogleich dieser intensive Geruch in die Nase.
  2. Bei Bärlauch ist keine Blattscheide zu sehen, Maiglöckchen hingegen haben eine rote Blattscheide.
  3. Die Blätter der giftigen Herbstzeitlose sind viel dickfleischiger als die von Bärlauch.
  4. Die Herbstzeitlose blüht im Frühling noch nicht, Bärlauch schon.
  5. Maiglöckchen haben glockenförmige Blüten, Bärlauch hat strahlenförmige.
  6. Bärlauch-Blätter fühlen sich saftig an und sind mattgrün, die des Maiglöckchens sind dunkelgrün und eher ledrig.

Beinwell und Fingerhut: Genau hinschauen tut gut!

Auch der beliebte Beinwell (Symphytum officinale) hat einen sehr giftigen Zwilling: Der rote Fingerhut (Digitalis purpurea) kann nach dem Verzehr zu Vergiftungssymptomen führen, die im schlimmsten Falle tödlich enden.

Beinwell ist eine traditionelle Heilpflanze, die gerne bei Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparates verwendet wird. Für die schmerzlindernde Wirkung ist das in Beinwell enthaltene Allantoin verantwortlich. Dieses wird sogar von der Pharmaindustrie in Salben und Cremes zur Förderung der Wundheilung zugesetzt.

Die kraftvollen Wirkstoffe von Beinwell kannst auch du dir zunutze machen - denn es ist gar nicht so schwierig, ihn von seinem giftigen Zwilling, dem roten Fingerhut, zu unterscheiden:

 

Wie halte ich Beinwell und roten Fingerhut auseinander?

Während Beinwell über abstehende, rauhaarige, spitz zulaufende Blätter verfügt, die den Stängel herab entlanglaufen und nicht gezähnt sind, kann man an den Blättern des Fingerhuts kleine Zacken erkennen.

Der Fingerhut ist an der Unterseite des Blattes grau und filzig.

Die Blüten sind das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen essbarer Pflanze und giftigem Zwilling: Zwar blühen beide Pflanzen leuchtend violett – aber Beinwell hat eingerollte, nach unten hängende Blüten, die des Fingerhuts wachsen ganz nah beieinander und hängen auf einer Seite wie große Glocken nach unten.

Heidelbeere vs. Tollkirsche: Auf diese Unterscheidungsmerkmale solltest du achten

Das heimische Superfood Heidelbeere schmeckt nicht nur fruchtig-frisch, vielmehr stecken die kleinen, runden Beeren voller Gerbstoffe und Antioxidantien, die deinen Organismus vor freien Radikalen schützen und so Zellschäden vorbeugen können.

Aber auch das Pflücken wilder Heidelbeeren ist mit Vorsicht zu genießen: immer wieder wird die essbare Beere mit ihrem giftigen Doppelgänger, der Tollkirsche, verwechselt.

Bei genauerem Hinsehen wird es dir allerdings relativ einfach fallen, die beiden Pflanzen zu unterscheiden:

Die hochgiftige Tollkirsche kann eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreichen. Die Blüten haben einen Stil, während Heidelbeeren direkt an den Blättern sitzen. Zudem ist die Heidelbeere ein echter Zwerg: Die essbare Pflanze schafft es nur zu einer Höhe von knapp 60 Zentimetern.  (Autorin: Eva Schober)

 

Du möchtest eine Naturveranstaltung rund um essbare Pflanzen unternehmen?

Im Kalender von Blühendes Österreich sind tausende Veranstaltungen in und rund um die Natur gesammelt. Mehr Informationen gibt es hier.

Meckerziege oder flotte Biene?

Flotte Biene! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

28. Juli |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
Der Fährte folgen