Frühlings-Adonisröschen

Adonis vernalis

Gruppe: Pflanzen

So erkennst du das Frühlings-Adonisröschen:

  • Blüten groß und dottergelb
  • Triebe stehen in dichten Büscheln an welchen sich nadelartig fein gefiederte Laubblätter mit gespaltenen Zipfeln befinden.
  • Blüten öffnen sich nur bei Sonne vollständig, so dass man bei Schönwetter mit jedem täglichen Öffnen und Schließen den bis zu 25 länglichen, vorne spitzen Blütenblättern quasi beim Wachsen zusehen kann,
  • bis die Blüte einen beachtlichen Durchmesser von bis zu 7 cm erreicht hat.
  • Produziert viel Pollen, der als Nahrung für Bestäuber, z.B. Bienen dient.
  • Eiförmiger Fruchtstand besteht aus dicht gedrängten Nüsschen, die durch Ameisen verbreitet werden.

Vorkommen

Das Frühlings-Adonisröschen blüht von März bis April. Man findet es nur in Niederösterreich, Burgenland und Wien, wo es auf Weide-Halbtrockenrasen in sonniger Lage und in lichten Kiefernwäldern gedeiht. Es bevorzugt lockere, ungedüngte, kalkhaltige, Löß-, Lehm- oder Sandböden. Da es für Weidevieh giftig ist, sieht man auch auf stark beweideten Flächen ihre charakteristischen Blätterbüschel über das kurze Gras hinausragen.

Besonderheiten

Der Gattungsname Adonis stammt aus der griechischen/römischen Mythologie. Aphrodite/Venus soll ihren Geliebten Adonis, der vom eifersüchtigen Kriegsgott Ares/Mars mittels eines Ebers getötet wurde, in eine rote Blume verwandelt haben. Aus jedem Blutstropfen soll ein Adonisröschen, aus jeder von Aphrodite vergossenen Träne eine Blüte gewachsen sein (viele Adonisarten blühen rot).

Gefährdung

Die Pflanze ist in Österreich sehr selten. Sie ist gefährdet und ihr Vorkommen weiterhin rückläufig, unter anderem durch die Aufgabe der Beweidung von Trockenrasen und der damit einhergehenden Verbuschung . Damit geht auch das Nahrungsangebot für zahlreiche blütenbesuchende Insekten wie Wildbienen zurück. Ein Aussterben würde den Verlust an Artenvielfalt weiter vorantreiben und damit die Pufferfähigkeit und Gesundheit des Ökosystems vermindern.

Unterstützung

Wir unterstützen Landwirte im Burgenland dabei, die Halbtrockenrasen extensiv zu beweiden und vor Verbuschung zu bewahren. Dadurch wird das Vorkommen des Frühlings-Adonisröschens im Burgenland gestärkt.

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