Die Hälfte der heimischen Schmetterlinge ist gefährdet! Dabei ist ihre Vielfalt ein wichtiger Indikator für das sensible Gleichgewicht unserer Natur. Blühendes Österreich wählte deswegen den Zitronenfalter, Aurorafalter und alle anderen heimischen Schmetterlinge als markenbildende Symbole und zeigt dir, wie du ihnen mit der Schmetterlings-App helfen kannst. Denn geht es dem Schmetterling schlecht, fühlt sich die Natur "unrund"...

...Wäre die Natur ein Symbol, dann mit Gewissheit ein Kreis. Denn alles, was für uns oft „natürlich“ und leider viel zu selbstverständlich erscheint, ist in Wahrheit das Ergebnis eines perfekten, in sich geschlossenen Kreislaufs. Pflanzen brauchen gute Erde, gute Erde braucht Ameisen, manche Ameisen brauchen spezielle Wiesen, spezielle Wiesen sind Wohnort für sensible Schmetterlingsarten...

... und ewig dreht sich der Kreis der Natur.

Gärten und Grünanlagen, Wiesen und Wälder. Hier flattern sie gerne - unsere heimischen Schmetterlinge, die mit ihrer natürlichen Schönheit und ihrem eleganten Flattertanz zum Träumen inspirieren. In Österreich leben rund 4.070 Schmetterlingsarten. Davon zählen 208 Arten zu den Tagfaltern. Auf diese Vielfalt dürfen wir zu Recht stolz sein. Denn in einem europaweiten Ranking schneiden wir mit dieser Schmetterlingsvolkszählung mit einem glatten „Sehr gut“ ab. Die Tatsache, dass sich Schmetterlinge bei uns dermaßen wohlfühlen, ist auf unsere abwechslungsreichen Landschaften zurückzuführen. So viel dazu.

Denn das war’s leider schon mit den guten Nachrichten!

Das Tagpfauenauge

Deshalb geht Blühendes Österreich jetzt auf’s Ganze: In einem groß angelegten Citizen Science Projekt wollen wir den Artenbestand der Schmetterlinge mit deiner Hilfe bestimmen. Blühendes Österreich ruft zur landesweiten Schmetterlingsjagd auf, ohne dass ein einziger Schmetterling darunter leiden muss: Mit unseren Smartphones! Gleich hier die Schmetterlings-App herunterladen, mitmachen und Schmetterlinge suchen. Die Natur braucht dich!

Wohnraum für heimische Schmetterlinge wird eng

Damit Österreich „schmetterlingsreich“ bleibt, besteht jetzt Handlungsbedarf! Das beweisen alarmierende Zahlen. Denn einige unserer flatterhaften Freunde lassen sich nicht auf jeder Wiese nieder. Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling fliegt zum Beispiel nur dort, wo der Wiesenknopf wächst und ganz bestimmte Ameisen krabbeln.

Österreich nicht mehr „schmetterlingsreich“

Doch was bedeutet das im Klartext? Schwindende Schmetterlingsarten weisen darauf hin, dass sich unsere Natur verändert. Und weil in einem perfekten Kreislauf, das eine zum anderen führt, sind „Bad News“ aus der Schmetterlingswelt ein schlechtes Zeichen für unser gesamtes Ökosystem.

„Wann hast du das letzte Mal ein Tagpfauenauge gesichtet? Auch bekannte Schmetterlingsarten werden in Österreich immer seltener – ein Grund, Alarm zu schlagen.“
Heimische Schmetterlinge: Tagpfauenauge

Der Verlust unserer natürlichen Vielfalt lastet schwer auf den flatterleichten Insekten. Aktuell sind die Hälfte aller Tag- und Nachtfalter gefährdet. „Die Ursachen sind vielfältig: Monokulturen, Trockenlegungen und „Hochleistungsäcker“ zerstören ihren Lebensraum, Pestizide vernichten ihre Nahrungspflanzen“, so die traurigen Nachrichten aus einer aktuellen Informationsbroschüre von Blühendes Österreich, die in Zusammenarbeit mit Global 2000 gestaltet wurde.

Wie kannst du helfen?

Mach’ dich stark für unsere Schmetterlinge!  Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du helfen kannst:

  1. Informiere dich. Auch für Kinder gibt es immer wieder tolle Angebote.
  2. Zählen, zählen, zählen! Wir brauchen DEINE Hilfe, um herauszufinden, wo, welcher Schmetterling fliegt und was sich geändert hat.
  3. Ab in den Garten! Schaffe ein neues Zuhause für Schmetterlinge. In einem Wildblumenbeet oder noch besser eine ganzen Wiese duftender Wildblumen.
  4. Mit unseren Flying News bleibst du am Laufenden! Melde dich hier für unseren Newsletter an!

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Naturschauspiel

Durchs Kräuterjahr im Obst-Hügel-Land

29. Apr. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Bei unseren saisonalen Kräutertouren erkunden wir die reizvolle Streuobst-Landschaft im Naturpark Obst-Hügel-Land und entdecken ihre vielfältigen Pflanzenschätze.

Die Variante „Kräuterbrunch im Obstgarten“ widmet sich speziell essbaren Wildkräutern und deren Verarbeitung in der Küche. Unser gemütlicher Spaziergang im Naturpark Obst-Hügel-Land führt uns in traditionelle Obstgärten mit alten Sorten wie der „Schartner Rainkirsche“ oder dem „Weberbartl-Apfel“. Wir lernen Wildkräuter kennen, sammeln diese und verarbeiten sie zu gesunden und schmackhaften Köstlichkeiten, wie Kräuterpralinen, Aufstrichen und Blumenbrot. Höhepunkt ist ein gemeinsamer Brunch unter Obstbäumen; je nach Saison mit regionalen Kirschen, Marillen oder Zwetschken, auf jeden Fall aber mit Kaffee und Kuchen, Naturpark-Obstsäften und einem Glas kellerfrischem Schartner oder Samareiner Most.

Wer heimische Pflanzen kennenlernen oder sich in der Kräuterkunde vertiefen möchte – bei unseren Exkursionen werden gängige, aber auch weniger bekannte Kräuter vorgestellt. Wir erfahren über ihre Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten und bereiten verschiedene Kostproben zu bzw. verarbeiten die Kräuter zu Salben, Cremen, Kräuterbüschen etc. Dazu gibt es ein Skriptum zum Nachlesen. Der Jahreszeit entsprechend haben die Touren verschiedene Schwerpunkte: von Bärlauch und Frühlingskräutern, über Frauen-, Sonnwend- und Marien-Kräuter, aber auch auf Knospen, Wurzeln, Samen und Blätter wollen wir eingehen.

Infos und Buchung:

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