Seit den 1970er Jahren wurde der Luchs in Österreichs Wälder angesiedelt. Leider mit wenig Erfolg: Das getupfte Sorgenkind gilt heute als stark gefährdet und steht in Österreich auf der Roten Liste.

Die Wilderei und die Zerschneidung der Lebensräume verhindern eine wachsende Population an Luchsen. Die Politik verleiht dem “Pinselohr” nun Gehör.

Der Luchs (Lynx lynx) schleicht hierzulande hauptsächlich durch Oberösterreich: 23 Exemplare zählen zur Grenzregion von Bayern und Tschechien. Weitere 6 “Pinselohren” nennen den Nationalpark Kalkalpen – dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Österreichs – als ihr zu Hause. Eine weitere kleine Population befindet sich in Vorarlberg.

Ihre Zukunft ist bedroht. Durch Wilderei und die räumliche Isolierung der Luchse lässt der Nachwuchs – vor allem im Nationalpark Kalkalpen – auf sich warten. 

 

Bescheidene Partnerwahl im Nationalpark Kalkalpen

Seit 1998 zieht der Luchs durch Wiederansiedlung in der Waldwildnis des Nationalpark Kalkalpen seine stillen Kreise. Jedoch ohne sich merkbar zu vermehren. Von 2011 bis 2017 wurden weitere fünf Luchse aus der Schweiz ausgewildert. Wilderei ließ den erwünschten Erfolg ausbleiben und die ohnehin kleine Population schrumpfte erneut. 

Fotofallen dokumentierten 2019 sechs Luchse - bei der Überschaubarkeit nennen wir sie gleich beim Namen: die Weibchen Skadi, Luzi und Aira sowie ihre drei Kuder Lakota, Juri und Karo. Seit 2014 gab es nur ein Luchs-Junges, das jedoch wieder vom Radar verschwand. 

“Wenn es im Mai oder Juni diesen Jahres keinen Nachwuchs gibt, wäre eine Bestandsstützung durch die die Ansiedelung von neuen Luchsen nötig,”

sagt Christian Fuxjäger, Luchsbeauftragter des Nationalpark Kalkalpen. Jetzt heißt es Geduld üben – ob und wann das erste Jungtier in eine Fotofalle tappt. Bei Ausbleiben des Nachwuchses, entscheidet die Luchs Arbeitsgruppe LUKA im Herbst 2020 über die Auswilderung neuer Luchse im Nationalpark – sonst wäre das Projekt gefährdet.

“Dass die Luchse aus dem Mühl-, und Waldviertel im Norden in den Nationalpark Kalkalpen kämen, wäre ideal – ist heute eine reine Wunschvorstellung. Unüberwindbare Hürden wie die Westautobahn und die Westbahn-Zugstrecke machen einen auf lange Sicht dringen benötigten genetischen Austausch zwischen den Luchspopulationen unmöglich,” erläutert Fuxjäger und verweist auf fehlende Wildkorridore zwischen dem Böhmerwald und den Alpen. 

Ob und wann neue Luchse im 209 km2 großen Schutzgebiet wieder angesiedelt und Wildkorridore sowie Grünbrücken errichtet werden, ist aktuell Thema im oberösterreichischem Landtag. 
 

Flinke Jäger fassen kaum “Pfote” in Österreich

1918 wurde der letzte freilebende Luchs im Bregenzer Wald erlegt. Seit den 50er Jahren kommen die Luchse zögerlich zurück und werden auch teils angesiedelt. Die konsequente Bestrafung von Wilderern und die Einführung von Wildkorridoren würde die Verinselung stoppen und für einen reicheren Genpool sorgen. Andere Wanderarten würden im Zuge des Klimawandels ebenso davon profitieren. 

Luchse leben als Einzelgänger in ihrem Revier, das bis zu 450 Quadratkilometer groß sein kann.

Die Anschleichjäger haben lichtempfindliche Augen und jagen nachts, am liebsten Rehe. Es darf aber auch mal ein Fuchs, eine Maus oder eine Gämse sein.

Mit seinem außergewöhnlichen Hörvermögen kann der Luchs eine Maus auf eine Entfernung von 50 Metern hören! Die Haarpinsel und der ausgeprägte Backenbart könnten die Schallwellen wahrnehmen. 

Die große Beute deckt die Wildkatze mit Blättern zu und frisst eine Woche lang daran. Ein Kilogramm Fleisch benötigt ein ausgewachsener Luchs pro Tag. Pro Jahr erlegt er rund 60 Tiere.

 

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Dem Luchs auf der Spur:

  • Im Wildniscamp für Kinder dreht sich alles um die Großkatze. Mehr lesen.

  • Geführte Exkursion in das Reich des Luchses. Mehr lesen (Mehrere Termine)

 

Jetzt weiterlesen:

Nationalpark Kalkalpen: Märchenwälder, hautnah
Kalkalpen-Urwald: Walk on the wild side
Was am Fichtensterben Gutes ist
Klimawandel: Als die Tiere die Schutzgebiete verließen

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Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

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7. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

Ich möchte auch gerne eine:n Bergwanderführer:in oder eine:n Bergführer:in buchen – wo ist das möglich?
Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen kleinen blauen Käfer besonders? Unsere Ranger:innen gehen bei einer exklusiven Führung auf Ihre Fragen ein und vermitteln dabei das Herzensanliegen unseres Nationalparks: die Werte der Wildnis. Unsere Ranger:innen stimmen ihre Führungen individuell auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Interessen ab.

Wenden Sie sich an das Informationsbüro in Admont und wir vermitteln Ihnen gerne eine:n erfahrene:n und bestens geeignete:n Nationalpark Ranger:in. Anfragen unter der Tel: +43(0)3613/21160-20; info@nationalpark-gesaeuse.at, oder Sie nutzen die direkte Buchung: einfach Datum auswählen, Halb- oder Ganztag und los geht´s. Alles andere übernehmen wir für Sie.

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Panoramarundfahrt im Nationalpark Gesäuse
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7. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Interessen und Intensität der Halb- oder Ganztagestour werden individuell angepasst.

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Die Bezahlung erfolgt bequem per Kreditkarte oder Direktüberweisung.

Auf Wunsch ist auch eine Zahlung nach Rechnungserhalt möglich - hierfür genügt eine kurze Kontaktaufnahme.

 

Gibt es Beispiele für solche Touren?
Eine Übersicht über bestehende Standard-Touren steht hier zur Verfügung. Darüber hinaus können auch individuelle thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten festgelegt werden. Auf dieser Basis wird ein:e passend qualifizierte Ranger:innen organisiert.

Ist auch die Buchung von Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen möglich?
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Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
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Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche
Gruppen

Treffpunkt und Zeitpunkt wird gemeinsam mit dem Guide bei Buchung vereinbart

Geführte Touren sind ganzjährig möglich.

€ 230,00 für eine Halbtagestour (bis zu 5 Stunden), € 330,00 (bis zu 8 Stunden) für eine Ganztagestour mit eine:m Nationalpark Ranger:in

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Unsere Nationalpark Ranger:innen machen diese exklusive Führung zu einem maßgeschneiderten Naturerlebnis!

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen unscheinbaren blauen Käfer besonders? Bei dieser individuell gestalteten Führung greifen die Ranger:innen diese und viele weitere Fragen auf und setzen gewünschte Schwerpunkte.

Das Infobüro in Admont vermittelt gerne erfahrene Nationalpark Ranger:innen. Anfragen sind telefonisch unter +43 (0)3613 / 21160-20 oder per E-Mail an info@nationalpark-gesaeuse.at möglich. Alternativ steht eine einfache Direktbuchung zur Verfügung: Datum auswählen, Halb- oder Ganztag festlegen – die gesamte weitere Organisation übernimmt der Nationalpark.

Die Buchungsabwicklung und Bezahlung erfolgen über das Infobüro des Nationalparks Gesäuse in Admont.

Ergänzend dazu bieten Gesäuse Partner der Kategorie „Outdoor Anbieter“ ein vielfältiges Programm an individuellen Touren und Erlebnissen – von Rafting, Kletter- und Wandertouren bis hin zu Schitouren im Winter.

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