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Schmetterlingsraupe Schwalbenschwanz

Schmetterlinge sind Spezialisten in Sachen Ernährung: Manche Schmetterlingsraupen ernähren sich nur von ganz bestimmten Pflanzen. Je bunter und nektarreicher die Pflanzenvielfalt, desto mehr Schmetterlinge kommen angeflattert.

Gastbeitrag ″die umweltberatung″

Es ist wunderschön zu beobachten, wie Schmetterlinge von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar sammeln. Ganz nebenbei machen sie sich dabei auch für uns nützlich, indem sie die Pflanzen bestäuben.

Auf Balkon und Terrasse sind blühende Kräuter ein Schmetterlingsmagnet. Wenn du einen Garten hast, kannst du eine Schmetterlingswiese anlegen, in der viele verschiedene Wildpflanzen wachsen. Ein Eck, wo Brennnesseln stehen bleiben dürfen, kommt auch den Schmetterlingen zugute. Es gibt viele Möglichkeiten die schönen Flatterer zu unterstützen!

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Köstliche Blätter für Raupen

Je nach Schmetterlingsart benötigen die Raupen unterschiedliche Futterpflanzen. Was schmeckt welcher Raupe?

  • Brennnessel: Sie bietet Nahrung für Raupen von mehr als 50 Schmetterlingsarten, zum Beispiel für das Tagpfauenauge und den Admiral.
  • Salweide: Ihre Blätter der werden von ca. 60 Raupenarten gefressen.
  • Brombeere: Diese Blätter munden zum Beispiel den Raupen des Kaisermantels.
  • Walnuss: Die riesigen Raupen des Wiener Nachtpfauenauges mögen diese aromatischen Blätter.
  • Fenchel, Dill und Karotte: Dieses Gemüse ist für die wunderschön gefärbten Raupen des Schwalbenschwanzes ein gefundenes Fressen.

Ein guter Riecher

Die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich meist von Nektar. Schmetterlinge „riechen“ die Nektarpflanzen selbst aus großer Entfernung. Sie werden besonders von schweren, süßen Düften angelockt. In der Nähe spielen auch die Farben der Blüten eine Rolle: Gelb, Orange, Rot, Violett und Pink sind seit Jahrtausenden in Mode. Im Spätsommer bis Herbst kannst du Schmetterlinge auch an Fallobst beobachten, manche Arten wie der Admiral lieben das süße Fruchtfleisch von Birnen oder Zwetschken.

Weniger ist mehr: ungefüllte Blüten wählen

Die Pflanzenzüchtungen machen viele Varianten von Blüten möglich. Die gleiche Pflanze ist im Gartenfachhandel oft in einer Variante mit gefüllten und mit ungefüllten Blüten zu bekommen. In ungefüllten Blüten ist der Nektar für die Schmetterlinge und andere Insekten wie Bienen frei zugänglich. Gefüllt bedeutet, dass viele Blütenblätter in der Blütenmitte den Schmetterlingen den Weg zum Nektar versperren, oft enthalten diese Sorten auch weniger Nektar. Bei der Pflanzenauswahl für einen schmetterlingsfreundlichen Balkon oder Garten sind daher ungefüllte Blüten die erste Wahl!

Würzig und wild – so mögen es die Schmetterlinge

Wenn die Pflanzen im Kräuterkisterl am Fensterbrett zum Blühen kommen, ist das ein Volksfest für die Schmetterlinge. Sie lieben den Nektar aromatischer Pflanzen wie Salbei, Thymian, Lauch und Lavendel.

Heimische Wildpflanzen stehen auch ganz oben auf der Speisekarte der Schmetterlinge. Allseits bekannt sind zum Beispiel der Löwenzahn und die Wiesen-Margerite. Im zeitigen Frühjahr ist die Salweide eine der wenigen Nahrungsquellen - die Palmkätzchen sind von hungrigen Insekten umschwärmt. Im Herbst deckt die Herbstaster den Tisch.

Auch einige nicht heimische Pflanzen haben viel Nektar zu bieten, wie die leuchtend bunten Zinnien, Kapuzinerkresse und die Fuchsien. Die rosa und lila Blüten des Sommerflieders (Buddleja) wirken ebenfalls magisch anziehend auf alle Schmetterlinge. Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen laben sich gerne an Phlox, Geißblatt (Lonicera) und gelber Nachtkerze.

Vielfalt zulassen

Die Vielfalt, die Schmetterlinge brauchen, ist nicht nur im Gartenfachhandel erhältlich – sie stellt sich auch von selbst ein, wenn du der Natur dafür Zeit und Platz gibst. Ein wildes Eck im Garten, wo du wachsen lässt, was von selbst aufkommt und nur selten mähst, ist ein Paradies für Schmetterlinge und macht kaum Arbeit. Zurücklehnen und zuschauen, was da wächst und angeflattert kommt – so entspannt kann Gartenarbeit sein!

Ein Poster mit 35 verschiedenen Schmetterlingsarten bietet ″die umweltberatung″ auf www.umweltberatung.at/schmetterlingsposter.

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