Schmetterlinge sind Spezialisten in Sachen Ernährung: Manche Schmetterlingsraupen ernähren sich nur von ganz bestimmten Pflanzen. Je bunter und nektarreicher die Pflanzenvielfalt, desto mehr Schmetterlinge kommen angeflattert.

Gastbeitrag ″die umweltberatung″

Es ist wunderschön zu beobachten, wie Schmetterlinge von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar sammeln. Ganz nebenbei machen sie sich dabei auch für uns nützlich, indem sie die Pflanzen bestäuben.

Auf Balkon und Terrasse sind blühende Kräuter ein Schmetterlingsmagnet. Wenn du einen Garten hast, kannst du eine Schmetterlingswiese anlegen, in der viele verschiedene Wildpflanzen wachsen. Ein Eck, wo Brennnesseln stehen bleiben dürfen, kommt auch den Schmetterlingen zugute. Es gibt viele Möglichkeiten die schönen Flatterer zu unterstützen!

Image
Schmetterlingsgarten

Zeig' her deinen Schmetterlingsgarten!

Blühendes Österreich sucht bis 5. August Österreichs schmetterlingsreichste Gärten. Am besten gleich die App "Schmetterlinge Österreich" herunterladen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen. Erfahre hier mehr über Österreichs größte Schmetterlingsvolkszählung!

Köstliche Blätter für Raupen

Je nach Schmetterlingsart benötigen die Raupen unterschiedliche Futterpflanzen. Was schmeckt welcher Raupe?

  • Brennnessel: Sie bietet Nahrung für Raupen von mehr als 50 Schmetterlingsarten, zum Beispiel für das Tagpfauenauge und den Admiral.
  • Salweide: Ihre Blätter der werden von ca. 60 Raupenarten gefressen.
  • Brombeere: Diese Blätter munden zum Beispiel den Raupen des Kaisermantels.
  • Walnuss: Die riesigen Raupen des Wiener Nachtpfauenauges mögen diese aromatischen Blätter.
  • Fenchel, Dill und Karotte: Dieses Gemüse ist für die wunderschön gefärbten Raupen des Schwalbenschwanzes ein gefundenes Fressen.

Ein guter Riecher

Die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich meist von Nektar. Schmetterlinge „riechen“ die Nektarpflanzen selbst aus großer Entfernung. Sie werden besonders von schweren, süßen Düften angelockt. In der Nähe spielen auch die Farben der Blüten eine Rolle: Gelb, Orange, Rot, Violett und Pink sind seit Jahrtausenden in Mode. Im Spätsommer bis Herbst kannst du Schmetterlinge auch an Fallobst beobachten, manche Arten wie der Admiral lieben das süße Fruchtfleisch von Birnen oder Zwetschken.

Weniger ist mehr: ungefüllte Blüten wählen

Die Pflanzenzüchtungen machen viele Varianten von Blüten möglich. Die gleiche Pflanze ist im Gartenfachhandel oft in einer Variante mit gefüllten und mit ungefüllten Blüten zu bekommen. In ungefüllten Blüten ist der Nektar für die Schmetterlinge und andere Insekten wie Bienen frei zugänglich. Gefüllt bedeutet, dass viele Blütenblätter in der Blütenmitte den Schmetterlingen den Weg zum Nektar versperren, oft enthalten diese Sorten auch weniger Nektar. Bei der Pflanzenauswahl für einen schmetterlingsfreundlichen Balkon oder Garten sind daher ungefüllte Blüten die erste Wahl!

Würzig und wild – so mögen es die Schmetterlinge

Wenn die Pflanzen im Kräuterkisterl am Fensterbrett zum Blühen kommen, ist das ein Volksfest für die Schmetterlinge. Sie lieben den Nektar aromatischer Pflanzen wie Salbei, Thymian, Lauch und Lavendel.

Heimische Wildpflanzen stehen auch ganz oben auf der Speisekarte der Schmetterlinge. Allseits bekannt sind zum Beispiel der Löwenzahn und die Wiesen-Margerite. Im zeitigen Frühjahr ist die Salweide eine der wenigen Nahrungsquellen - die Palmkätzchen sind von hungrigen Insekten umschwärmt. Im Herbst deckt die Herbstaster den Tisch.

Auch einige nicht heimische Pflanzen haben viel Nektar zu bieten, wie die leuchtend bunten Zinnien, Kapuzinerkresse und die Fuchsien. Die rosa und lila Blüten des Sommerflieders (Buddleja) wirken ebenfalls magisch anziehend auf alle Schmetterlinge. Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen laben sich gerne an Phlox, Geißblatt (Lonicera) und gelber Nachtkerze.

Vielfalt zulassen

Die Vielfalt, die Schmetterlinge brauchen, ist nicht nur im Gartenfachhandel erhältlich – sie stellt sich auch von selbst ein, wenn du der Natur dafür Zeit und Platz gibst. Ein wildes Eck im Garten, wo du wachsen lässt, was von selbst aufkommt und nur selten mähst, ist ein Paradies für Schmetterlinge und macht kaum Arbeit. Zurücklehnen und zuschauen, was da wächst und angeflattert kommt – so entspannt kann Gartenarbeit sein!

Ein Poster mit 35 verschiedenen Schmetterlingsarten bietet ″die umweltberatung″ auf www.umweltberatung.at/schmetterlingsposter.

Verwandte Lexikon Artikel

Artenreiche Blühfläche mit Kornblumen, Kamille und Kornrade

Was ist Biodiversität?

Wissen
Blühendes Österreich setzt sich für den Erhalt von Artenvielfalt ein!
Was ist Biodiversität?
Blaumeise

Blaumeise

Vögel
Hier in unserem Naturlexikon erfährst du Wissenswertes rund um die Blaumeise.
Blaumeise
Fischotter

Fischotter

Säugetiere
Als Anpassung an ihren aquatischen Lebensraum ist der Körper des Fischotters sehr schlank und stromlinienförmig. Mit bis zu einem Meter Körperlänge der Männchen erreichen sie auch stattliche Dimensionen, wenngleich es schon einiges an Glück bedarf, um diesen meisterhaften Fischjäger in freier Wildbahn zu begegnen. Die Färbung des Fells ist sehr einheitlich dunkelbraun, lediglich Kehle, Brust und Bauch heben sich hell davon ab. Der Kopf ist flach und breit mit einer stumpfen Schnauze, kurzen Ohren und langen Barthaaren. Wie sein Name schon verdeutlicht besteht seine Hauptnahrung aus Fischen. Er ist jedoch grundsätzlich nicht wählerisch und frisst genauso Muscheln, Amphibien, Wasservögel oder kleinere Säugetiere.
Fischotter

Verwandte Naturerlebnisse

Wildkatzenfütterung

Wildkatzenfütterung

22. Juli | Ab 15:30
Icon Pin_brown

Merkersdorf 2082
Österreich

Merkersdorf, 2082

Veranstalter: Nationalpark Thayatal

April bis Juni: SA, SO und Feiertag, 15.30 UhrJuli bis Aug.: täglich, 15.30 Uhr Sept. bis Okt.: SA, SO und Feiertag, 15.30 Uhr Erleben Sie die Faszination unserer beiden Wildkatzen Frieda und Carlo. Im Rahmen der Fütterung um 15.30 Uhr kann man die Beiden beim Suchen und Fressen der versteckten Nahrungsstücke beobachten. Ein Nationalparkranger kommentiert die Fütterung, berichtet von den geglückten Nachweisen der Wildkatze im Thayatal und von den Unterschieden zwischen zahmen Hauskatzen und "echten" Wildkatzen. Dazu wird ein kurzer Film gezeigt. Eine kurzfristige Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich. Kosten: Erwachsene € 3,-, Kinder (6 - 14 Jahren) € 1,50 Treffpunkt: Nationalparkhaus

Wildkatzenfütterung Der Fährte folgen
Reise in den Mikrokosmos

Reise in den Mikrokosmos

22. Juli | Ab 16:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Tauchen Sie unter fachkundiger Anleitung unserer Nationalpark Ranger in die faszinierende Welt der Wasser- und Bodenlebewesen ein. Bestaunen Sie beim Mikroskopieren jedes einzelne Bein eines Tausendfüßlers, das Schneidewerkzeug einer Ameise, den Düsenantrieb einer Libellenlarve oder die Geburt eines Wasserflohs. Beim Mikroskopieren entdecken Sie Tiere, die Sie vorher noch nie gesehen haben und bewundern im Mikrotheater winzige Mikroorganismen und andere Naturobjekte live in Großprojektion.

Termine: während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli, August, bis Mitte September: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
September: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Reise in den Mikrokosmos Der Fährte folgen
Lebe ich auf großem Fuss

Lebe ich auf großem Fuß?

22. Juli | Ab 16:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?
Um die im Labyrinth gewonnenen Erfahrungen zu erweitern und zu vertiefen, bieten wir betreute Programme zum Ökologischen Fußabdruck an. Erfahren Sie hier spielerisch und spannend aufbereitet von unseren Rangern, wie Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck verringern und die Umwelt schonen können. Lernen Sie mehr über die globalen Zusammenhänge des Ökologischen Fußabdrucks der Menschen der Welt, der jeweiligen Länder und jeder einzelnen Person…

Termine:
während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Juli, August, bis Mitte September:
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

September:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt:
Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer:
Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Lebe ich auf großem Fuß? Der Fährte folgen