Steirischer Fanghaft

Mantispa styriaca

Gruppe: Insekten

So erkennst du den Steirischen Fanghaft:

  • mittelgroßer brauner Netzflügler (0,7-2cm lang)
  • vorderstes der 3 Beinpaare zu sehr auffälligen braunen ausklappbaren Fangbeinen entwickelt (ähnlich der Gottesanbeterin)
  • durchsichtige, netzartig geäderte Flügel ähnlich den verwandten Florfliegen
  • Larven zunächst gut beweglich, die späteren parasitären Larvenstadien sind madenartig
Der Steirische Fanghaft hat nahezu durchsichtige Flügel und kräftige Fangarme für die Jagd.

Der Steirische Fanghaft hat nahezu durchsichtige Flügel und kräftige Fangarme für die Jagd.

Verhalten und Vorkommen

Der Steirische Fanghaft stellt mit seinen bemerkenswerten Fangbeinen nach dem Klappmesser-Prinzip anderen Insekten nach. Dennoch hat ihn wohl noch kaum jemand bewusst zu Gesicht bekommen, zählt er doch zu den absoluten Raritäten der heimischen Tierwelt. Erfreulich ist dennoch, dass in den vergangenen Jahren eine deutliche Häufigkeitszunahme sowie Ausbreitung in bisher nicht besiedelte Regionen festzustellen ist. Hier ist er vor allem in sehr trockenen und warmen Lebensräumen zu finden und – anders als es der Name vermuten lässt – auch außerhalb der Steiermark zuhause, zum Beispiel in der Wachau.

Besonderheiten

Die aus den Eiern schlüpfenden Larven überwintern, ohne zuvor Nahrung aufgenommen zu haben, und bohren sich im darauffolgenden Frühjahr in die Eikokons bestimmter Spinnen, die sie anschließend aussaugen. Nach der Häutung und Verpuppung durchbricht er im Sommer die Wand des Spinnenkokons und häutet sich ein letztes Mal zum erwachsenen Fanghaft.

Gefährdung

Auch wenn der Fanghaft – wohl vor allem durch die Klimaerwärmung – in Österreich häufiger wird, droht ihm immer noch die Gefährdung, vor allem durch das Verschwinden artenreicher Trockenlebensräume.

Unterstützung

Mit der Förderung von vielfältigen insektenreichen Halbtrockenrasen unterstützen wir besonders in der Wachau den Fanghaft. Dies trägt daher zur Artenvielfalt und zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit des Ökosystems bei, beispielsweise was eine Massenvermehrung von Insekten betrifft.

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