Die enorme Hitze und die Trockenheit halten uns auf Trab. Die letzten 4 Jahre waren die wärmsten in der Messgeschichte und ein Hitzerekord jagt den nächsten. 
Nicht nur Mensch und Tier japsen und hecheln unter der brütenden Hitze, auch die pflanzlichen Gartenbewohner werden auf eine Bewährungsprobe gestellt.
Heiße Sommer und häufigere Wetterextreme verändern die Flora und Fauna Österreichs. Blühendes Österreich zeigt acht Tipps, wie du deine verwurzelten Schützlinge gut über Trockenperioden bringst:

1Die richtigen Pflanzen im Garten

Bevorzuge beim Pflanzenkauf heimische Pflanzen, die an den Standort sowie die klimatischen Bedingungen angepasst sind. „Aber auch immer die Bodenbedingungen bei der Pflanzenauswahl mitberücksichtigen“, rät Irene Drozdowski von Blühendes Österreich und fügt hinzu: „Ein lehmiger Boden hält länger die Feuchtigkeit als ein sandiger Boden. Im Osten von Österreich gibt es zudem viele trockenheitsangepasste Arten, die geeignet und im Handel erhältlich sind. Bei Kulturpflanzen kommen zunehmend Sorten aus dem Mittelmeerraum, die mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen, infrage (z. B. Paradeiser, Feigen etc.).“

Verzichte hingegen auf Zierpflanzen in Stauden- oder Blumenbeeten sowie Kulturpflanzen, die auf eine intensive Wasserversorgung angewiesen sind. Tabu sind auch Thujen oder Koniferen, die weder mit der Hitze können, noch einen Lebensraum für die summende, zwitschernde und flatternde Fauna bieten.

Trockenheitsresistente Pflanzen sind z. B.:

Bäume: Feldahorn, Zwetschke & Kriecherl, Spänling, in warmen Lagen Mandel, Weingartenpfirsich, Feige

Sträucher: Wildrose, Steinweichsel, Blasenstrauch, Bitterorange (Poncirus), Ginster

Stauden: Mannstreu, Kugeldisteln, Österreichischer Lein, Brandkraut

Kräuter und Blumen: Salbei-Arten, Thymian-Arten, Sonnenröschen-Arten, Lauch-Arten, Alant-Arten

2Pflanzen richtig gießen

Image
giessen

Die Pflanzen im Garten sollten frühmorgens ausgiebig gegossen werden, und das nur alle drei Tage, am besten direkt zum Wurzelbereich hin. So bekommt die Pflanze ohne nassen Streuverlust das, was sie braucht, und dazu wird das Wurzelwachstum gefördert.

Das abendliche Gießen hingegen kann Schnecken anlocken sowie Pilzerkrankungen begünstigen. Tagsüber kann das Wasser einerseits verdunsten, andererseits können die Wassertropfen auf den Blättern wie mit einer Lupe zu Blattverbrennungen führen.

->-> Aktiv sein im Garten: Unter den Gartenthemen findest du österreichweit eine Vielzahl an Kursen und Workshops zu naturnahen Gärten.

3Sammle Regenwasser mit der richtigen Technik:

Image
wasser sammeln

Weiches, kalkfreies Regenwasser löscht den Durst der Pflanzen am besten. Die Gefäße mit dem Regenwasser sollten über Nacht stehen gelassen werden, um dann in der Früh zum Gießen verwendet zu werden. Immer einen Stock in das Gefäß stellen, damit durstige Tiere, die hineinfallen, wieder herausklettern können.

Aber auch ehemalige, gereinigte und dafür genehmigte Senkgruben können zum Wassersammeln verwendet werden. Wassertanks zum Vergraben gibt es ebenfalls serienmäßig mit Filter, Pumpe etc. in vielen Größen im Handel. Regenrinnen vom Dachabfluss, die direkt in größere Gartenteiche führen, eignen sich zudem zum Wassersammeln.

4Hacken und Mulchen

Image
hacken Gartenarbeit

„Einmal Hacken spart zweimal Gießen“, besagt eine Gärtnerregel. Auf einem lockeren, feinkrümeligen Boden verdunstet wesentlich weniger Wasser. Auch eine locker aufgebrachte Mulchschicht (z. B. aus Rasenschnitt) beugt der Wasserverdunstung vor, schließlich darf der Boden nie „nackig“ herausragen!

5Es tröpfelt im Gemüsegarten

Image
tropfen bewaesserung

Im Gemüsegarten bewähren sich installierte Tropfbewässerungen, die Wasser gezielt zur Pflanze transportieren. Auch ein „Schwitzschlauch“, also ein Schlauch mit vielen Poren (im Handel z. B. als „Perl-Regner“ oder „Wasser sparender Schlauch-Regner“ bekannt), spart viel Wasser, weil die oberflächliche Verdunstung an heißen Tagen verhindert wird.

6Gut verwurzelt Wasser sparen

Image
Heckenpflanze einsetzen

Gehölze wie z. B. Heckensträucher oder Obstbäume sollten im Herbst nicht zu groß gepflanzt werden, sodass sie über den Winter bereits ein gutes Wurzelsystem ausbilden können. So muss man nur in extrem trockenen Jahren im Frühling und Sommer mit Gießen nachhelfen. Welche Gehölze am besten in deinen Garten passen, erfährst du am Heckentag.

7Fauxpas für NaturfreundInnen: Rasen bewässern

Image
rasen

Rasenbewässerung hat nichts mit einem naturnahen, Ressourcen sparenden Garten zu tun. Am besten nur jenen Bereich, den man häufig betritt, kurz mähen. Den Rest als bunte Blumenwiese mit Kräutern und Gräsern, die an Trockenheit angepasst sind, wachsen lassen und nur ein- bis zweimal im Jahr mähen. Heimische Samenmischungen, die an den Standort angepasst ausgewählt werden, erhält man über REWISA (z. B. bei Voitsauer Blumensamen).

8Mit Humus durch den Klimawandel

„Das Um und Auf ist der Humusaufbau, um den Garten Klimawandel-fit zu machen“, erklärt uns Andrea vom „Natur im Garten“-Telefon. Für den Humusaufbau ist das Mulchen mit Rasenschnitt die effizienteste Methode und die beste Investition für einen zukunftsfähigen, an den Klimawandel angepassten Garten. Ein gesunder und aktiver Boden ist schließlich die Grundlage dafür.

Die Mulchschicht aus dem Wiesenschnitt sollte jedoch nicht höher als fünf Zentimeter sein, da sonst eine Vielzahl an Schnecken zu Besuch kommt.

Tipp: Um den Humusgehalt der Erde im Garten zu messen, kannst du Bodenproben in ein Labor schicken und testen lassen.

Amtsschimmel oder wilder Hengst?

Wilder Hengst! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Mit Taucherbrille und -anzug durch den Wald getaucht

Auf Tauchgang im Waldmeer

25. Jan. Ab 23:00 |
Oberösterreich
Icon Pin_brown

Parkplatz Wachtbergstr. 28
Weyregg 4852
Österreich

Weyregg, 4852

Veranstalter: Naturpark Attersee-Traunsee

Gemeinsam tauchen wir in die Wunderwelt des Waldes ein. Wir erfahren, Teil eines Waldes zu sein, üben uns in der Kunst des Fährtenlesens und lernen seine Bewohner kennen. Während wir Geschichten über Feen, Kobolde und Zwerge lauschen, basteln wir aus Schätzen des Waldes tolle Erinnerungsstücke.

So lernen wir mit Spiel, Spaß und viel Abwechslung den Wald im Kleid der vier Jahreszeiten kennen: beim Wald-Erwachen im Frühling, bei der Wald-Hochzeit im Sommer, mit köstlichen Wald-Früchtchen im Herbst und bei einer besinnlichen Wald-Weihnacht im Winter.


Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen möglich!

Treffpunkte:
4852 Weyregg, Parkplatz Wachtbergstraße 28

Mitzubringen:
Leichte Wanderausrüstung, festes Schuhwerk, witterungsgerechte Bekleidung

Kosten:
Kinder 5 €
Erwachsene 10 €
bei Schulgruppen für Schüler 5 € (Lehr/Begleitperson frei)

Teilnehmer:
mind. 7 bis max. 25 Personen

Leitung:
Sabine Ablinger (Erlebnispädagogin)

VERBINDLICHE Anmeldung erforderlich:
Sabine Ablinger, Mobil: 0664 / 73978001, Email: sabine@projektwochen.co.at

Auf Tauchgang im Waldmeer
Der Fährte folgen
in der Dunkelheit wurde ein Licht-Tipi aufgebaut, welches Insekten anlocken soll

Die Natur der Nacht im Naturpark Attersee-Traunsee

25. Jan. Ab 23:00 |
Oberösterreich
Icon Pin_brown

Miglberg 26
Weyregg 4852
Österreich

Weyregg, 4852

Veranstalter: Naturpark Attersee-Traunsee

AUF ABENTEUERLICHEN PFADEN DURCHS STERNENWEITE WALDKAMMERGUT

Auf leisen Sohlen nähern wir uns einer unbekannten Welt. Wir spüren, hören und riechen noch bei Helligkeit, was uns die Vielfalt der Natur bietet. Mit einer Geschichte über die Jäger der Nacht stimmen wir uns und unsere Sinne langsam auf die Dunkelheit in dieser neuen Umgebung ein. Jetzt können wir endlich die Wunder erkennen - riesige Nachtfalter am Licht-Tipi, griechische Götter am Sternenhimmel und geisterhafte Laute in den Bäumen. Ein Gefühl der Verbundenheit mit der Nachtnatur entsteht.

Individuelle Termine ab 7 Personen auf Anfrage buchbar.
 
VERBINDLICHE ANMELDUNG: 
wolfgang@naturcooltour.at, schnaitl@naturpark-attersee-traunsee.at
 
Treffpunkt:
Gasthof Schöberinger, Miglberg 26, 4852 Weyregg 
 
Mitzubringen:
Outdoor-Schuhwerk, wasserfeste Schuhe, dem Wetter angepasste Kleidung,
Trinkflasche, ev. Fotoapparat 
 
Kosten:
Kinder 5 € 
Erwachsene 10 € 
bei Schulgruppen für Schüler 5 € (Lehr/Begleitperson frei) 
 
Teilnehmer:
mind. 7 bis max. 12 Personen 
 
Naturvermittler für die Nacht:
Wolfgang Marka
Clemens Schnaitl
Cornelia Erkner

Die Natur der Nacht im Naturpark Attersee-Traunsee
Der Fährte folgen
waldbaeume

Im Waldkammergut

25. Jan. Ab 23:00 |
Oberösterreich
Icon Pin_brown

Reindlmühl 1
Neukirchen 4814
Österreich

Neukirchen, 4814

Veranstalter: Naturpark Attersee-Traunsee

IM WALDKAMMERGUT®
Auf verschiedenen Routen mit Förster Poidl Putz unterwegs im Aurachtal

Poidl teilt mit uns sein Wissen über die Funktionen des Waldes, Pflege, Schutz und vielfältige Nutzung der Bäume; über Jagd und Wild, Vogel- und Naturschutz, sowie Tiere, Pflanzen und Kräuter im Naturpark Attersee-Traunsee. Auch gehen wir der Frage nach, wie der Wald in der Blütezeit der Salzgewinnung genutzt wurde und wie heute und welche aktuellen Veränderungen besonderen Einfluss auf den Wald haben. Die Führungen bieten durch die jeweilige Anpassung an aktuelle Forstarbeiten, Jahreszeit und Witterung besonders viel Abwechslung.

Eine Führung im Rahmen von Naturschauspiel.

 

Diese Führung kann ab 7 Personen individuell gebucht werden.

 

Anfrage: Leopold Putz, Mobil: 0664-5456516, Email: leopold.putz@bundesforste.at

Kosten: Kinder 5 €, Erwachsene 10 €

Im Waldkammergut
Der Fährte folgen