Sie schützen nicht nur vor neugierigen Blicken. Vor allem bieten die richtigen Gehölze vielen Tieren Heimat und Nahrung. 6 Hecken, die Leben verändern können, gibt`s jetzt von Da komm’ ich her!® und Blühendes Österreich.

 

Langsam wachs ma zamm

Ihre Leben sind untrennbar miteinander verbunden: Gehölze, seit Jahrtausenden in Österreich heimisch, geben Schmetterlingen, Bienen und Vögeln ein zu Hause. Die Tiere haben sich seit langer Zeit auf hübsche Hecken wie etwa den Schwarzen Holler, die Hunds-Rose oder den Weingartenpfirsich eingestellt. Denn die haben es in sich: Mit ihren Blüten und Früchten bieten die heimischen Gehölze vielen Insekten beste Nahrung, Vögel nisten gerne in stacheligen oder dornigen Hecken wie der Wildrose, der Berberitze, dem Weißdorn oder der Schlehe.

 

Die Schattenseiten der Thuje

Die alteingesessenen Klassiker am Gartenzaun wie zum Beispiel die Thuje mögen ja pflegeleicht und anspruchslos sein. In den letzten Jahrzehnten waren sie aber auch mitverantwortlich für den Rückgang der heimischen Hecken- und Sträuchervielfalt in unseren Gärten. Um die Thuje, aber auch um den Bambus bleibt es stumm – sie bietet kaum einem Schmetterling, einer Raupe oder einem Vogel Lebensraum.

Ganz anders ist das zum Beispiel bei einer Schlehenhecke. Sie ist ein wahrer Hotspot für über 110 Schmetterlingsarten und viele gefährdete Vögel wie Neuntöter oder Sperbergrasmücke. Die nimmersatten Raupen des Zitronenfalters finden auf den Blättern des Faulbaums und des Purgier-Kreuzdorns alles um zu zeigen, was in ihnen steckt: Ein zarter Gaukler, der sich über die Blüten der Hecken und Sträucher freut.

Hier sind unsere Top 6 Hecken für einen artenreichen Garten:

1Der Schwarze Holunder

 

Volksname: Hollerbusch, Holderbusch, Althoder, Fliederbeere, Holderstock Wissenschaftlicher Name: Sambucus nigra Pflanzenfamilie: Moschuskrautgewächs (Adoxaceae) Boden: jeder Boden Standort: Sonne bis Halbschatten Aussehen: bis zu 5 Meter, dicht belaubt Vermehrung: Hartholzstecklinge von Oktober bis Februar Blüte: Juni bis Juli, Dolden, weiß, duftend, viele Einzelblüten Früchte: August bis September, schwarz-violett, kugelförmig, Steinfrüchte, vitaminreich, roh für den Menschen giftig

 

Für die Tiere:

Sobald die großen Blütenschirme ihr duftendes Aroma entfachen, sind die fleißigen Wald- und Honigbienen schon emsig am Werk, um die Pollen einzusammeln. Auch Nützlinge wie Marienkäfer, Wespen und Schwebefliegen tummeln sich rund um die Dolden. Die schmackhaften Blätter haben sich bis zum Nachtschwalbenschwanz-Schmetterling, auch Holunderspanner genannt, herumgesprochen, der seine Raupen an ihnen laben lässt. Ebenso schlürft der Landkärtchen-Schmetterling mit seinem Rüssel genüsslich den Nektar aus den Blüten. Über 60 Vogelarten und einige Dutzend Insekten sind treue Gefährten des Holunderbuschs. Die Mönchsgrasmücke und der Grauschnäpper fressen im Herbst fast ausschließlich die Vitamin-C-reichen Beeren des Schwarzen Holunders.

Für den Garten:

Die großen, weiß-gelben Dolden im Sommer und die dunklen Früchte im Herbst sind ein wahrer Blickfang in der Gartenhecke. Der Hollerstrauch ist recht anspruchslos und gedeiht prächtig als Teil einer Natur- oder Wildhecke, aber auch als Solokünstler ist er hübsch anzusehen – mit seinem süßen Blütenduft erfreut er ganzheitlich die Sinne. Mit seinen zehn Jahreszeiten begleitet er einen wandelhaft durch das Jahr.

Für die Küche:

Literweise Holundersirup aus den Dolden oder Beeren sollte jeder als Vorrat für das kommende Jahr einkochen. Sowohl als kühle Erfrischung im Sommer oder als Tee im Winter wird die Vitaminbombe gerne getrunken. Die Beeren oder Blüten werden auch zu Schnaps oder Likör verarbeitet. Bei Nachspeisen reicht man gerne einen dick eingekochten Hollerkoch.

Mehr zum VerVielfalter gibt`s in unserem Naturlexikon.

2Die Hunds-Rose

 

Volksname: Heckenrose, Hagedorn, Hagebutte, Hedscherl Wissenschaftlicher Name: Rosa Canina Pflanzenart: Rosengewächs (Rosaceae) Aussehen: bis zu 3 Meter, buschig, aufrecht wachsend, kräftige Stacheln Boden: jeder Boden Standort: Sonne bis Halbschatten Vermehrung: Steckholz im Sommer Blüte: Juni, zartrosa, geruchlos Früchte: Scheinfrüchte (Hagebutten), ab September, scharlachrot, vitaminreich

 

Für die Tiere:

Die Pollen der zartrosa Blüten sind bei Wildbienen und Honigbienen sehr begehrt und werden fleißig angeflogen, während Schmetterlingsraupen und andere Insekten sich an den sattgrünen Blättern und Trieben satt schnabulieren. Rund 30 Vogelarten tollen in der Heckenrose herum und ziehen ihre Sprösslinge im Geäst groß. Die stacheligen Dornen schützen die Nester samt Insassen vor Fressfeinden. Im Herbst lockt die Heckenpflanze mit ihren scharlachroten Hagebutten. Speziell der Star, die Drossel, der Grünfink und das Rotkehlchen können der Vitamin-C-Bombe nicht widerstehen.

Für den Garten:

Die Zehn-Jahreszeiten-Hecke wächst sehr rasant zu einer ziervollen Hecke und braucht nur wenig Pflege. Die zartrosa Blüten schmücken im Sommer die Gartenhecke und der Duft verströmt ein Gefühl von sonnigen Sommertagen. Die scharlachroten Früchte setzen einen Farbklecks in der kargen Winterlandschaft. Die Hunds-Rose eignet sich hervorragend als Teil einer wachsenden Blütenhecke, zusammen mit mehrjährigen Stauden.

Für die Küche:

Im Herbst lässt sich aus Hagebutten schmackhafte Marmelade, Tee oder Mus erstellen. Die Blüten sind eine hübsche Beigabe in Salaten oder Getränken.

Mehr Infos und Details zum Superfood im roten Mäntelein findest du in unserem Naturlexikon.

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Spiel auch du eine tragende Rolle bei der Vielfalt im Garten:

Das Hecken-6er- Tragerl

Wie wichtig die Hecken-Vielfalt in Österreichs Gärten ist, weiß man beim Verein Regionale Gehölzvermehrung (RGV) schon seit langem: 15 Jahre lang kümmern sich hier Naturliebhabende hingebungsvoll um den Erhalt regionaler Wildgehölze aus Niederösterreich. Die heimischen Jungpflanzen werden mit viel Liebe und Know-how in den auserwählten RGV-Partnerbaumschulen großgezogen.

Von  20. bis 26. September  gibt es in allen niederösterreichischen und burgenländischen BILLA und MERKUR Filialen in Kooperation zwischen Da komm’ ich her!® und dem Verein Regionale Gehölzvermehrung handverlesene, ökologische Sträucherraritäten aus Niederösterreich im 6er Tragerl. Wie bei allen Da komm’ ich her!® Produkten geht auch hier 1 Cent an Blühendes Österreich und somit den Schutz und Erhalt unserer heimischen Natur und Artenvielfalt. Da können die Thujen einpacken!

 

3Gewöhnlicher Schneeball

 

Volksname: Herzbeere, Drosselbeerstrauch, Glasbeere Wissenschaftlicher Name: Virbunum opulus Pflanzenfamilie: Moschuskrautgewächs (Adoxaceae) Aussehen: bis zu 1,5 - 6 Meter, buschig, stark verzweigt Boden: jeder Boden Standort: Sonne bis Halbschatten Vermehrung: Absenkung von Trieben, Frühjahr oder Herbst Blüte: Mai bis Juni, weiß, duftend Früchte:  ab August, kugelförmige Steinfrüchte, rot glänzend

 

Für die Tiere:

Der wunderbare Duft der Dolden lockt Schwebefliegen, Käfer und andere Insekten an. Pudelwohl fühlen sich Vögel, die im Nist- und Nährgehölz Schutz suchen und sich an den herzförmigen Beeren satt essen. Besonders der in Mitteleuropa überwinternde Seidenschwanz stibitzt mit Genuss die Früchte. Auch der Tagpfauenauge-Schmetterling tummelt sich rund um den Gewöhnlichen Schneeball und steckt den Rüssel gerne in die duftende Blüte. In manchen Gärten setzen die Insekten dem Schneeball kräftig zu, er hält es aber aus.

Für den Garten:

Die Blütenpracht des sommergrünen Strauches ist eine Augenweide und erfrischt optisch jede Hecke. GartenfreundInnen schnuppern gerne den wunderbaren Duft der Dolden. Für PflanzenliebhaberInnen, die nicht gerne viel Zeit in die Hege und Pflege ihres Gartens investieren, ist dieser Strauch ein Segen. Das robuste Heckengewächs fühlt sich auf nahezu jedem Boden wohl und gedeiht prächtig in sonnigen oder halbschattigen Standorten. Der gewöhnliche Schneeball passt optisch gut in Naturgärten und gemischte Blütenhecken und dient als verlässlicher Sichtschutz vor neugierigen Nachbarsblicken. Im Herbst setzen die roten Beeren der Zehn-Jahreszeiten-Hecke einen leuchtenden Farbakzent in der trostlosen Winterlandschaft.

Für die Küche:

Nicht geeignet, leicht giftig.

4Der Purgier-Kreuzdorn

 

Volksname: Amselbeere, Färbebaum, Hexendorn, Hirschdorn, Stechdorn Wissenschaftlicher Name: Rhamnus catharticus L. Pflanzenfamilie: Kreuzdorngewächs Rhamnaceae Aussehen: 3 Meter, dornig, aufrechter, sparriger Wuchs Boden: nicht zu schwerer, durchlässiger Boden Standort: Sonne bis Halbschatten Vermehrung: Stecklinge Blüte: Mai, Juni, unscheinbar, grün, glockenform Früchte: ab September, erbsengroße, schwarze Beeren

 

Für die Tiere:

Viele Schmetterlingsraupen verspeisen mit Genuss die Blätter des Strauches und finden im Geäst Schutz vor Fressfeinden. Die Raupen des Zitronenfalters und Kreuzdorn-Zipfelfalters sind wahre Feinspitze und haben sich auf den Purgier-Kreuzdorn spezialisiert. Auch der Grüne Zipfelfalter legt die Brut zum Gedeihen gerne in der Hecke ab. Die unscheinbaren Blüten sind wertvolle Nektar- und Pollenquellen für Bienen. Auch zahlreiche Wintervögel sind dankbar über die Früchte des Purgier-Kreuzdorn Strauchs als Notnahrung an eisigen Wintertagen.

Für den Garten:

Der Zierstrauch ist äußerst anspruchslos und gedeiht auch ohne viel Zutun prächtig. Die naturlieben GärtnerInnen pflanzen ihn meist aufgrund seiner ökologischen Wichtigkeit. Die recht unscheinbaren, gelbgrünen Blüten ergeben in Büscheln ein hübsches, erfrischendes Bild in Wild- und Naturhecken. Die Dichte der Blätter und die Dornen in den Hecken bieten Schutz vor unerwünschten Blicken und Gästen.

Für die Küche:

Nicht geeignet, leicht giftig.

5Der Weingartenpfirsich

 

Volksname: Roter Weinbergpfirsich Wissenschaftlicher Name: Prunus persica Pflanzenart: Rosengewächse (Rosaceae) Aussehen: 3 bis 4 Meter, Baum, buschig, stark verzweigt Boden: humusreicher Boden Standort: sonnig, frost- und windgeschützt Vermehrung: Kern (Samen) Blüte: April, hellrosa, duftend Früchte: August, Steinfrüchte, gelb bis hellrot, leicht behaart

 

Für die Tiere:

Als reichlich gedeckter Tisch für die Tierwelt eignet sich der Weingartenpfirsich sehr gut. Der Baum lockt zahlreiche Blütenbesucher wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und lädt zu leckeren Nektar- und Pollenjause ein. Schlaue Vögel basteln mit den Zweigen, Früchten und Blättern ihre Nester und ziehen im Fruchteldorado ihren Nachwuchs auf. Die delikaten Früchte lassen sich die heimischen Wildvögel nicht entgehen. Spitzmaus oder Igel stürzen sich auf die Pfirsiche sobald sie vom Baum fallen und vertragen ihren Kern zur Vermehrung an einen anderen Ort.

Für den Garten:

Bereits im Frühjahr erfreut der Weingartenpfirsich mit seinen hellrosa Blüten das Gärtnerauge. Der verführerische Duft weckt Vorfreude auf das herb-würzige Fruchtfleisch im Sommer. Größe zeigt der Baum jedoch nur im Geschmack - der Weingartenpfirsich ist eher ein kleinwüchsiger Gartengenosse, der sich aber durch seine Robustheit auszeichnet. Er ist ein wahrer Blickfang und erfreut den oder die GartenbesitzerIn mit den saftigen Früchten im Hochsommer.

Für die Küche:

Die Früchte lassen sich gut zu Marmelade, Kompott, Fruchtnektar oder Edelbrand verarbeiten. Frisch auf den Grill sind sie im Sommer eine abwechslungsreiche Nachspeise, oder roh genascht ein willkommener Snack.

6Der Roter Hartriegel

 

Volksname: Roter Hornstrauch, Hundsbeere, Rotes Beinholz Wissenschaftlicher Name: Cornus sanguinea Pflanzenart: Hartriegelgewächs (Cornaceae) Aussehen: 3 bis 4 Meter, Baum, buschig, stark verzweigt Boden: jeder Boden Standort: sonnig bis schattig Vermehrung: Samen und Stecklinge Blüte: Mai bis Juni, weiße, flache Blütendolden Früchte: Ende August, kleine Steinfrüchte, schwarz-bläulich

 

Für die Tiere:

Dicke Hummeln, andere Wildbienen und Honigbienen sammeln emsig die Blütenpollen der sommergrünen Hecke. Der üppige Strauch ist nicht nur eine wichtige Futterquelle für zahlreiche Insekten, sondern auch Wildvögel wie Singdrossel, Amsel, Wacholderdrossel, Rotkehlchen, Dorngrasmücke, Star, Elster, Blaumeise, Gimpel und Fasan wünschen sich hier gegenseitig guten Appetit. Und wenn an der Hecke ein kleiner blauer Schmetterling wild mit den Flügeln schlägt, ist es gewiss der Faulbaum-Bläuling, der seine Eier an die Blütenknospen ablegt.

Für den Garten:

Die rote Rinde, die zart-weißen Blüten und der üppige Wuchs machen den Roten Hartriegel zu einem Blickfang – und perfektem Sichtschutz – in jeder Gartenhecke. Besonders in den kalten Wintermonaten, wenn der Strauch seine Blätter verliert, kommt das rote Geäst zum Vorschein und setzt einen wunderschönen Farbakzent in der kargen Winterlandschaft.

Für die Küche:

Die Früchte sind zwar leicht giftig, doch durch kurzes Aufkochen können sie zu schmackhaftem Sirup und Marmelade eingemacht werden.

Gleich durchstarten: Herbstzeit ist Heckenzeit

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der muss gar nicht erst aufs nächste Frühjahr warten: Im Herbst gepflanzte Gehölze haben einen klaren Startvorteil. Sie nutzen die Herbst- und Winterfeuchte im Boden und die Wurzeln wachsen unterirdisch schon weiter. Weil zu diesem Zeitpunkt keine Krone zu versorgen ist, können sich die frisch gesetzten Sträucher also voll auf die Ausbildung eines guten Wurzelsystems konzentrieren. Ist die frostfreie Zeit lange genug, bilden sich noch viele Feinwurzeln. Die sind für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen verantwortlich und wenn sie zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode schon zahlreich vertreten sind, können Hunds-Rose, Gewöhnlicher Schneeball & Co. gleich voll durchstarten.

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