Die Sonne brennt, der Kopf raucht und weit und breit kein Schatten in Sicht? Wir haben da einen Vorschlag: Auf zu Gletscher, Ferner, Kees und abtauchen! Aber zur Abwechslung nicht im überfüllten Strandbad, sondern in eine stille, geheimnisvolle Welt aus Eis und Schnee: In Eishöhlen liegen die Temperaturen konstant um den Gefrierpunkt.

Ob beim Eisschwimmen im Gletschersee, auf Erkundungstour in einer geheimen Eiszapfenhöhle oder beim Besuch der eisigen Zunge der Pasterze – hier kommen unsere frostigen Top 10 der Eishöhlen und Gletscher.

1Auf zu eisigen Riesen: Eisriesenwelt Werfen (Salzburg)

Image
Eisriesenwelt

Wir starten mit der Höhle der Superlative: Die Eisriesenwelt gilt mit über 42 km Länge als größte Eishöhle der Welt. 20 Meter breit, 18 Meter hoch und in einer Höhe von 1.641 Metern im Kalkmassiv des Salzburger Tennengebirges gelegen, bietet schon der Höhleneingang einen unvergesslichen Ausblick auf das Salzachtal und die Burg Hohenwerfen.

Umwerfend sind auch die Böen, die dich empfangen: Mit bis zu 100 km/h bläst der Wind hier. Ihm sind die spektakulären Eisformationen im Inneren zu verdanken. Weil die Höhle unter Denkmalschutz steht, kannst du sie nur mit einer geführten Tour erkunden. Dabei erfährst du vieles zur Geschichte und Wissenschaft der Höhle, im Mittelpunkt stehen aber immer die Eisriesen: Zu rund 30 von ihnen führt die Tour.

Wenn dir Eishöhlen zu frostig sind: Im benachbarten Oberösterreich führt eine spannende Tour in die kühle, aber frostfreie „Kreidelucke“ im Nationalpark Kalkalpen.

 

2Reise durch die Jahrhunderte: Eisgrotte am Stubaier Gletscher (Tirol)

Was ist Gletschermilch? Wie entstehen Gletschermoränen? Aus welchen Eisschichten besteht der Gletscher und warum ist es so wichtig, ihn zu schützen? All das erfährst du auf dem Lehrpfad zur Eisgrotte, die 30 Meter unter der Oberfläche des Stubaier Gletschers liegt. Im funkelnden Inneren lässt sich erkunden, wie eine Gletscherspalte entsteht und ein Blick durchs Mikroskop enthüllt so manches Gletscher-Geheimnis.

Der 80 Meter lange Rundgang „Gletscherleuchten“ rückt die Strukturen des Eises ins rechte Licht und nimmt dich mit auf eine Reise durch vergangene Jahrhunderte. Oberirdisch kannst du das von Gletschern geformte Gebiet mit seiner einzigartigen Naturvielfalt beim Wandern im Naturpark Ötztal erkunden.

3Auf den Spuren von Irg im Birg: Dachstein Eispalast Ramsau (Steiermark)

Image
Dachstein Rieseneishöhle

Der Weg zur Höhle ist das reinste Abenteuer: Der Ausblick von der Dachstein-Hängebrücke lässt den Atem stocken und die Treppe-ins-Nichts das Herz schneller schlagen. Abkühlung gibt es dann im Eispalast: Auf Spuren des Bergwichtels „Irg im Birg“ geht es hinein in eine mystische Welt aus Eis und Schnee.

Tief im Inneren des Dachstein-Gletschers warten ein Thronsaal, ein Kristalldom, ein Blauer Salon und ein überdimensionaler Eiskristall darauf, entdeckt zu werden. Lichteffekte und Musik sorgen für eine extra geheimnisvolle Stimmung. 

Nur etwa eineinhalb Stunden entfernt gibt es weitere Naturjuwele im kühlen Untergrund zu erkunden: zum Beispiel die Odelsteinhöhle im Nationalpark Gesäuse mit ihren grünlich-bläulichen Aragonitkristallen.

 

4Dem größten Gletscher des Landes einen Besuch abstatten: die Pasterze (Kärnten)

Image
Blick auf die Pasterze

Am Fuße des Großglockners im Nationalpark Hohe Tauern liegt Österreichs größter Gletscher. Allerdings ist das ewige Eis auf dem Rückzug: Der Klimawandel setzt der Pasterze ordentlich zu, die 8 Kilometer lange Gletscherzunge schmilzt dahin. Auf seinem Rückzug gibt sie zum Beispiel 6.000 Jahre alte Bäume frei, die durch das Gletschereis bestens konserviert wurden.

Wer auf dem Weg von der Großglockner Höhenstraße zum Eis nicht ins Schwitzen kommen möchte, nimmt die alte Gletscherbahn. Um die 60 Minuten Fußmarsch von deren Talstation bis zur Pasterze führt aber leider kein Weg vorbei – so weit hat sich der größte Gletscher der Ostalpen seit dem Bau der Bahn nämlich schon zurückgezogen. 

 

5Eisschwimmen im Bauch des Gletschers: Natur Eis Palast am Hintertuxer Gletscher (Tirol)

Image
NoReuse Natur Eis Palast

Ob Sommer oder Winter, im Eispalast hat es konstante 0° Celsius. Tief unter den Skipisten wartet eine Zauberwelt mit gefrorenen Wasserfällen, Stalaktiten aus Eis und beeindruckenden Eiskristallen. Funkelnde Höhepunkte der Basistour sind etwa die Gläserne Treppe, der sechs Meter große Tuxer Riese, die Eiskapelle und die Kristallkammer.

Wenn du den besonderen Kick suchst, buchst du am besten die Spezialtour: Stand Up Paddeling, Eisschwimmen oder Kajakfahren im 32 Meter tiefen Eissee. Wissenswertes über die Entstehung, den Aufbau und die Verbreitung des ewigen Eises erfährst du bei einer Gletscherwanderung, die der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen anbietet.

6Pfad durch die Gletscherspalte: Kaunertaler Gletscher (Tirol)

Image
Kaunertaler Gletscher

Mitten durchs ewige Eis: Einen Gletscher hautnah erleben und zwischen 3 Meter hohen Wänden aus 100 Jahre altem Eis kannst du im Kaunertal wandern: Die kostenlose Tour führt auf frischen 2.750 Metern durch eine Gletscherspalte. Das Eis stammt aus dem Nährgebiet des Weißseeferners, von wo es – natürlich noch in flüssiger Form – hierher zur Gletscherzunge floss. Auf dem Pfad durch den Eistunnel erfährst du alles rund um Gletscher, von ihrer Entstehung bis hin zum Abschmelzen.

 

7Eisiger Lehrer: Taschachgletscher (Tirol)

Image
Taschachgletscher

Nördlich von Tirols höchstem Berg, der Wildspitze, liegt der Taschachgletscher. Wie auch die Pasterze oder der Gepatschferner mit der größten zusammenhängenden Eisfläche Österreichs, schwitzt er ordentlich und seine Gletscherzunge zieht sich immer weiter zurück.

In den vergangenen Jahren hat sich der Taschachgletscher aber auch als „Lehrgletscher“ einen Namen gemacht: Die Alpenvereinshütte auf 2.200 Metern dient als Stützpunkt für alpine Ausbildungen – zum Beispiel, um Bergungen aus Gletscherspalten zu üben.

8Kriechtraining: Obstanser Eishöhle (Osttirol)

Zwischen den Lienzer Dolomiten und den Karnischen Alpen liegt die Obstanser Eishöhle. Der Wanderweg zur Höhle führt an einem Wasserfall vorbei – in der Höhle selbst ist das Wasser in gefrorener Form zu bestaunen. Die 800 Meter tiefe Höhle ist vergleichsweise unerforscht, aber mit einer Führung (auf Anfrage) – und zum Teil kriechend – kannst du Eisformationen und Tropfsteine auf 100 Metern entdecken.

Wie unbändig ein Gletscherbach sein kann, lässt sich zum Beispiel bei einer Wanderung über den Naturschaupfad Umbalfälle im Nationalpark Hohe Tauern bestaunen.

 

9Tageswanderung zum uralten Eis: Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Tirol)

Eine fordernde Ganztageswanderung führt zu dieser Eishöhle (die einzige in den Nordtiroler Alpen, in der es Eis- und Tropfsteingebilde zu bestaunen gibt), die oberhalb der Orte Angerberg und Mariastein auf 1.520 Metern Höhe liegt.

Auch hier hat es selbst im Hochsommer um die 0° und nach der langen Wanderung auf das Hochplateau wirst du mit einem faszinierenden Naturjuwel belohnt. Am tiefsten Punkt der Schauhöhle liegt das älteste Eis: 1.300 Jahre alt soll es sein. Auch einige der Tropfsteine wurden datiert und auf 120.000 bis 350.000 Jahre geschätzt. 

Noch weiter wandern und dabei erfrischenden Wildflüsse folgen kannst du bei einer Erkundungstour durch den Naturpark Karwendel.

10Frostiger Geheimtipp: Eiszapfenhöhle in Schröcken (Vorarlberg)

Image
Warth-Schröcken im Bregenzerwald

Auch im westlichsten Bundesland kannst du in die kühle Unterwelt abtauchen: Die Eiszapfenhöhle in Schröcken ist ein besonderer Schatz aus Eis und nur in kleinen Gruppen und auf Anfrage zu besuchen: Sie gilt als Geheimtipp. Viel zu entdecken (zum Beispiel die große Leistung kleiner Tiere) gibt es auch im Biosphärenpark Walsertal.

 

Amtsschimmel oder wilder Hengst?

Wilder Hengst! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Ralf und ein kleines Mädchen gehen mit zwei Lamas auf einem Wiesenweg.

Lama-Expedition durch das Mühlviertel

27. Nov. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Mit faszinierenden Tieren spezielle Hotspots der Natur erkunden.

Wir machen uns mit der beeindruckenden Welt der Lamas vertraut und begeben uns als Karawane auf den Weg. Gemeinsam führen wir unsere sanftmütigen Begleiter durch die typischen, herrlichen Mühlviertler Wiesen und Wälder. Dabei entdecken wir – je nach Tourvariante – Besonderheiten in der Kulturlandschaft, wie die „europäische Wasserscheide“, die „Schwedenschanze“, den „Pilzstein“ oder den „Moorwald“ in Bad Leonfelden und erfahren Interessantes über diese Schauplätze der Natur.

Wir treffen uns bei der gutbürgerlichen Jausenstation Rading, gelegen im Grenzgebiet Österreich-Tschechien.
Nach der Begrüßung bekommen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung. Es folgt eine dialogorientierte, möglichst alle Sinne ansprechende Wissensvermittlung über das Tier, das uns begleiten wird, das Lama. Verschiedenste mitgebrachte Materialien vom und rund ums Tier machen das Thema begreifbar.

Nach der Vorstellung der "Lamabande" folgt eine Einschulung im richtigen Umgang mit den sensiblen Begleittieren. Gruppenweise werden die Teilnehmer je einem Lama zugewiesen. Jeweils 2 Personen führen ein Lama, wodurch die Koordination als auch die Kommunikation der Tierführer gefördert wird. Die Tiere werden beladen (Rucksäcke, Picknickdecken, mitgebrachte Jause, ...) und die Wanderung kann beginnen.

Der gut begehbare, ca. 4,5 km lange Weg führt uns an großzügig angelegten Fischteichen vorbei und durch ein idyllisches Waldstück, bis wir nach einer Wiese die „Europäische Wasserscheide" erreichen. Von dieser Stelle aus fließt ein Teil des Wassers Richtung Atlantischen Ozean und der andere Teil ins Schwarze Meer.

Nach einer kurzen Rast wandern wir gestärkt entlang von Wiesen und Feldern am historischen Salzhandelsweg, vorbei an großen, artgerecht angelegten Wildgehegen, zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wieder bei der Jausenstation angekommen, belohnen wir die mittlerweile lieb gewonnenen tierischen "Begleiter" mit "Lama-Leckerlis" und verabschieden uns damit von ihnen.

Wer möchte, kann das gemeinsame Naturerlebnis mit den Andentieren bei einer guten Mühlviertler Jause in der Jausenstation entspannt ausklingen lassen.

Der Sinn der Lamawanderung liegt vor allem in der Begegnung und im Erlebnis mit diesen faszinierenden Tieren und das im Einklang mit der Natur!

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

Lama-Expedition durch das Mühlviertel
Der Fährte folgen