Ein unverbautes Uferstück in Klagenfurt am Wörthersee offenbart eine intakte Naturoase mit vielen seltenen Tieren und Pflanzen. 

Diese europaweite Natur-Rarität darf jetzt wachsen und aufblühen: Nun soll es dank eines neuen Naturschutzprojekts um 6 Hektar Lebensraum erweitert und somit klimafit werden. 

Groß ist die Freude zudem über die Rückkehr der Großen Teichmuschel – DER fleißigen Filteranlage von Teichen und Seen sowie Naturschauplatz von “die Geburt des Bitterlings”.

Der türkisblaue Wörthersee ist Sinnbild für Sommerfrische und Badespaß. Dass er auch “Über-”lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten ist, wissen nur wenige.

Das Natura 2000-Gebiet Lendspitz-Maiernigg beispielsweise liegt in der Klagenfurter Ostbucht. Tierische Seltenheiten wie der Balkan-Moorfrosch oder die gefiederte Zwergdommel nennen das Gebiet als ihr Zuhause. Neben weiteren 119 Vogelarten soll das Natur-Wohnzimmer von zahlreichen Amphibien und Fischen, Schmetterlingen sowie botanische Schönheiten wie die Weiße Seerose weiterhin erhalten bleiben. 

Ein neues Naturschutzprojekt erweitert das Natur-Refugium um 6 Hektar Uferzone, Schilfgürtel, Moor und Peifengraswiesen.
 

Die Initiative wird vom 

  • E.C.O. Institut für Ökologie
  • Stadt Klagenfurt, 
  • Land Kärnten 
  • Fachhochschule Kärnten 
  • sowie von Blühendes Österreich

umgesetzt. Die Stiftung der REWE International AG “Blühendes Österreich” fördert die Projektkosten mit 58.000 Euro. 

„Unser gemeinsames Naturschutzprojekt schafft für Ufer- und Schilfbewohner wie Zwergdommel und Würfelnatter einen vielfältigen Lebensraum. Außerdem entstehen neue Habitate für den Balkan-Moorfrosch und andere gefährdete Amphibienarten, indem bestehende Laichgewässer verbessert und neue Tümpel angelegt werden“, erklärt E.C.O.-Gründer Michael Jungmeier.
 

Große Teichmuschel: Die Wächterin gesunder Ökosysteme und verlässliche Kinderstube kehrt zurück

Eine Sensation des Projekts ist die Wiederansiedelung von der verschollenen Großen Teichmuschel. Diese Bodentiere führen in Österreichs Gewässern ein besonders stilles Dasein, obwohl sie ein wichtiger Bestandteil im Süßwasser sind. Sie reinigen das Wasser und bilden Symbiosen mit Fischen. Heute sind sie jedoch äußerst selten geworden und sogar teilweise vom Aussterben bedroht.

Das Überleben der Großen Teichmuschel sichert auch dem gefährdeten Bitterling – einer kleinen und bitter schmeckenden Karpfenart – seine Existenz. Nachdem das Männchen im Frühjahr “seine” Muschel auserkoren hat, lockt er Frau Bitterling mit seinem Regenbogenfarben schillernden “Hochzeitskleid”. Die Weibchen legen ihre Eier in den Kiemenraum von Süßwassermuscheln. Nachdem die Männchen unmittelbar danach ihre Spermien vor der Muschel absondern, gelangen diese durch das Atemwasser in die Schale hinein. Die befruchteten Eier reifen zu Larven heran. 

Bis die Brut der zierlichen Karpfenart schwimmen kann, lebt sie geschützt in den Muscheln. Die Großen Teichmuscheln profitieren wiederum von der Symbiose, da sich die Muschel-Larven an den Jungfischen anheften und bei Verlassen der Kinderstube verbreitet werden.

„Mein persönliches Highlight des Naturschutzprojektes am Wörthersee ist, dass wir die Große Teichmuschel in einem Pilotversuch wieder ansiedeln. Ihre Rückkehr wäre vor allem für den ebenfalls als verschollen geltenden Bitterling lebenswichtig, da dieser Karpfenfisch mit der Muschel in Symbiose lebt“,

freut sich Ronald Würflinger, Geschäftsführer der Stiftung Blühendes Österreich abschließend.

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