Der Spätsommer ist eine ideale Zeit, um die Wanderschuhe zu schnüren und sich auf in höhere Gefilde zu machen. Egal ob in den frühen Morgenstunden, oder bei Nacht: Unsere 10 schönsten Bergtouren führen dich auf glucksende Gipfel, zu tosenden Wasserfällen, majestätischen Aussichten und Relikten der letzten Eiszeit.

Unter fachkundiger Begleitung erfährst du Wissenswertes über Flora, Fauna und Geologie der heimischen Bergwelt. Hol‘ dir im Höhenrausch eine ordentliche Dosis alpines Glücksgefühl, das mindestens bis zum nächsten Frühling anhält.

1Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: Seine Majestät in die Winterruhe verabschieden

Bevor die Großglockner Hochalpenstraße Anfang November in die wohlverdiente Winterpause geht, heißt es im Spätsommer noch einmal in vollen Zügen alpine Bergluft schnuppern. Von der Franz-Josefs-Höhe geht es über einen Panoramarundweg hinauf zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte, wo du mit Teleskopen Murmeltiere und Steinböcke erspähen kannst.

Dazwischen warten nicht nur Tafeln mit Infos zu den Namen der Berge oder zur Sage der Pasterzengletschers, Details über Gold, Wasser und Bergkristall – die wahren Stars der Wanderung sind natürlich die Ausblicke auf den mächtigen Großglockner und den Gletscher. Mit gutem Schuhwerk, wetterfester Kleidung, Sonnenschutz und Entdeckergeist bist du dabei – die Führungen sind kostenlos.

2Gipfeltour auf den Glungezer: Dem Berg lauschen

Der erste Teil dieser geführten Wanderung in Tirol beginnt gemütlich, bietet aber aufregende Aussichten: Die Glungezerbahn bringt dich zur Bergstation Tulfeinalm. In einer Mulde oberhalb der Tulfeinalm fließt das Wasser teilweise glucksend, aber nicht sichtbar, unter den Felsblöcken dahin – vielleicht verdankt der Glungezer dieser lautmalerischen Nachahmung von glucksendem Wasser seinen Namen?

Sicher ist, dass hier die Wanderung zu Zirbenweg und Zirbensee startet, und zwar durch die ältesten Zirbenbestände Europas und hinauf zum Gipfelkreuz auf 2.677 Meter. Der Marsch dorthin vergeht wie im Flug, wenn du den zahlreichen Geschichten, Sagen und Anekdoten lauschst, die sich um diesen Berg ranken.

Weshalb die Zirbe die Königin der Alpen ist, erfährst du hier.

3Sonnenaufgang in den Ötschergräben: die Ruhe am Morgen

Diese Tour durch wilde Schluchten zum Mirafall in Oberösterreich lockt auch Langschläfer aus den Federn: Früh am Morgen zieht ihr los, lauscht dem ersten Zwitschern der Vögel, sieht die letzten Nebelschwaden über Wiesen ziehen und werdet spätestens durch das Tosen der Wasserfälle so richtig munter, bevor Mutter Natur ihr besonderes Schauspiel aufführt: Die aufgehende Sonne taucht die Felswände in sanftes Rot. Guten Morgen!

4Die Natur der Nacht auf der Hohen Dirn – Wanderung für Nachtaktive

Du zählst doch eher zu den Nachteulen? Dann bist du bei dieser geführten Wanderung durch den Nationalpark Kalkalpen und Gesäuse richtig. Denn wenn langsam die Dämmerung hereinbricht, machst du dich auf den Weg zu einer abenteuerlichen Nachtwanderung.

In dieser Ecke Oberösterreichs ist die Nacht noch richtig finster und nicht durch Licht „verschmutzt“.  Ziel ist der Star Park auf der Hohen Dirn (1.134 m). Unterwegs widmet ihr euch wandernd dem Thema Lichtverschmutzung und erkundet, welche Tiere – und auch Bäume – nachtaktiv sind.

5Almluft & Ziegenduft: Über Almen wandern und lernen

Drei Tage die volle Dosis Bergpanorama und Almluft in Tirol: Bei einem mehrtägigen Besuch bei Helga und ihrer Ziegenherde auf der Alm im Bergsteigerdorf Valsertal wirst du nicht nur viel durch die herrliche Landschaft der Valser Berge wandern und verborgene Plätze im Natura 2000 Schutzgebiet entdecken.

In Begleitung der Sennerin und ihrer handzahmen Tauernschecken-Ziegenherde erfährst du außerdem Spannendes über die Aufgabe der Hirten, übers Melken, Käsemachen, und bekommst dazu noch altes Pflanzenwissen serviert.

6Expedition Sauzahn: Wer durchbeißt, kommt hoch hinaus 

Hier wird nicht nur gewandert, sondern auch geklettert: Auf dieser spätsommerlichen Expedition erkundest du zuerst das oberösterreichische Sauzahngebiet, lernst die heimische Flora und Fauna kennen und erlebst dann das Naturphänomen Kalksteinmauern hautnah: Ab in die Sauzahnschlucht, eine Kalkmauerschlucht in der die Wände bis zu 30 m hoch in den Himmel ragen.

Schließlich erklimmst du nach einer Einführung in die grundlegenden Sicherungs- und Klettertechniken den 715 m hohen Stiftzahn – die Felsenrouten sind speziell für Anfänger eingerichtet. Die Belohnung fürs Durchbeißen? Eine atemberaubende Aussicht über die Vorderen Kalkalpen.

7Gletscherwanderung im Tuxertal – auf zum Eis, das nicht ewig ist

Von ihrem Schmelzen wird in Zeiten der Erderwärmung oft berichtet. Höchste Zeit, sich am Ende eines Sommers mit Rekordtemperaturen zu ihnen aufzumachen und mehr über sie zu erfahren: die Gletscher mitsamt ihren bizarren Eisfeldern, Gletscherspalten, Felsmassen und Schneewechten.

Ein erfahrener Naturparkführer teilt auf dieser Wanderung über Schnee und Eis zum Hintertuxer Gletscher in Tirol sein Wissen aus der Glaziologie (Entstehung, Wirkung und Verbreitung des Eises auf der Erde) mit dir.

8Zeugen der Eiszeit: Wanderung zu Strudellöchern und Gletschertöpfen 

Gletscher haben auch in Oberösterreich ihre eindrucksvollen Spuren hinterlassen. In Hallstatt erkundest du auf einer Expedition in den Gletschergarten eine Ansammlung von Gletschermühlen und ein faszinierendes Relikt der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren. Strudellöcher und Gletschertöpfe?

Auf einem Rundweg durch das Echerntal, vorbei am Waldbach und einem mächtigen Wasserfall, erfährst du, was es damit auf sich hat. Oben auf der Klausalm angekommen, belohnt dich ein gewaltiger Blick ins Tal auf Hallstatt und den Hallstättersee.

9Geotrail Tauernfenster – Rundweg durch exotische Karstlandschaft

Wir wandern über Stock und über Stein, über Felsen und Berge – was aber wissen wir eigentlich über das Gestein unter unseren Füßen? Bei einer Wanderung durch eines der geologisch interessantesten Gebiete der Hohen Tauern in Kärnten erfährst du mehr. Auf dem Rundweg in ca. 2.500 m Seehöhe erkundest du die exotisch anmutende Karstlandschaft mit ihren Dolinen, Höhlen und bizarren Verwitterungsformen.

Aber nicht nur der Fels unter den Füßen fasziniert: Die Ausblicke auf ein fantastisches Gipfelmeer mit den Dreitausendern des Nationalparks ist jeden Schritt wert.

Achtung: Die Saison für diese geführte Tour endet am 7. September! Weitere Geotrail Touren gibt es dann wieder ab dem Frühsommer 2022.

10Auf Schmugglerpfaden – Wandern im Grenzland

Auch im Hornbachtal lässt sich die Entstehung der Alpen anhand der Gesteinsdecken gut nachvollziehen. Diese naturkundliche Führung in Tirol widmet sich außerdem den üppigen Pflanzenbeständen entlang des Jochbachs – und alten Geschichten von Schmugglern. Denn das Grenzgebiet zum deutschen Allgäu bei Hinterhornbach ist bekannt für seine ehemaligen Schmugglerpfade, um die sich so manch abenteuerliche Anekdote rankt.

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Mit dem Nationalpark Ranger die Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen entdecken

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28. Sep |
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Veranstalter: Nationalpark Kalkalpen

Mit unseren Nationalpark Rangerinnen und Rangern erlebst du den Nationalpark Kalkalpen von seinen schönsten Seiten: Wildtiere beobachten, besondere Pflanzen kennenlernen, die Waldwildnis entdecken oder das Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder" erkunden.

Meinen ganz persönlichen Ranger buchen

Du wählst dein Thema und den Termin - alles andere organisiert unser Besucherservice für dich!
Folgende Themen stehen zur Wahl:

Preise für individuelle Ranger Tour:

Halbtagestour bis 4 Stunden, Euro 180,-
Ganztagestour, Euro 265,-
(Preise 2021 pro Ranger, ab 15 Personen ein zweiter Ranger)

Info & Buchung:

Besucherzentrum Ennstal
+ 43 7254/8414, info-ennstal@kalkalpen.at

Infostelle Windischgarsten
+ 43 7562/5266-17, info-wdg@kalkalpen.at

Villa Sonnwend National Park Lodge
+ 43 7562/20592, villa-sonnwend@kalkalpen.at

Zum Treffpunkt:

Das Nationalpark Besucherzentrum Ennstal liegt direkt an der Eisenbundesstraße zwischen den Orten 4462 Reichraming und 4463 Großraming.

  • Nationalpark Infostelle und Tourismusbüro Steyr und die Nationalpark Region
  • Ausstellung Wunderwelt Waldwildnis
  • Nationalpark Shop
  • Kostenlose Parkplätze vor dem Besucherzentrum
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Faszination Insekten: Fleißige Helfer bei der Bestäubung

28. Sep |
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Wenn wir an die Bestäubung denken, fallen uns sofort die Honigbienen ein. Doch nicht nur sie sorgen dafür, dass aus schönen Blüten saftige Früchte entstehen. Ihre Verwandten, die Wildbienen, sowie Käfer, Fliegen, Schmetterlinge & Co sind ebenfalls unentbehrliche Helfer im Dienste der Bestäubung. Wir erfahren welchen Gefahren die Bestäuber ausgesetzt sind und nach dem Motto „Die Bestäuber versorgen uns – wir versorgen die Bestäuber“ werden wir selbst zu ihrem Schutz aktiv.

Die bestäubenden Insekten sind in der Krise – und das liegt an uns! Zum einen bedrohen wir sie direkt durch den Einsatz von Insektenvernichtungsmittel, um zum Beispiel die Ernte vor Schädlingen zu schützen. Zum anderen sind sie auch zahlreichen indirekten Bedrohungen ausgesetzt: Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel entzieht den Insekten ihre Nahrungsgrundlage; weiters führt die intensive Verbauung zu Bodenversiegelung und damit zu weniger Blühflächen. Durch unseren Ordnungswahn – in privaten Gärten, aber auch auf Firmengeländen oder kommunalen Flächen – fehlen geeignete Strukturen für Nistplätze, dies wiederum trägt zur Abnahme der Bestäuber bei.

Weniger Bestäuber bedeutet weniger Vielfalt und schließlich reduzierte Bestäubungsleistung! Dabei sind rund 80 % der Blütenpflanzen bei ihrer Vermehrung auf Insekten angewiesen. Bienen, neben der Honigbiene auch sehr viele solitär lebende Wildbienenarten, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Co fühlen sich von Blüten magisch angezogen und ermöglichen uns eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln. Auf welche Lebensmittel wir ohne sie verzichten müssten, klären wir auf spielerische Art und Weise. Wir gehen somit der Frage nach, warum die Bestäuber-Insekten für uns so wichtig sind und welche bedeutende Rolle sie im Ökosystem Streuobstwiese übernehmen. Spielerisch vermitteln wir den Schülern die zahlreichen Gefahren und Probleme, mit denen die Bestäuber konfrontiert sind und natürlich klären wir auch, ob einzig und allein der Schutz der Honigbiene ausreicht, um eine zufriedenstellende Bestäubung zu gewährleisten! Wir wollen verdeutlichen, dass jeder Einzelne etwas zum Erhalt dieser wichtigen Insekten beitragen kann, z.B. durch das Anbringen von Nisthilfen, der Anlage von Blumenwiesen oder der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern.

Zum Abschluss des Programms können die Kinder nochmals selbst aktiv werden. Optional fertigen wir gemeinsam einfache Nisthilfen an (Materialkosten € 3,- pro Kind) und/oder stellen selbstbemalte Sackerl mit Wildblumensamen zusammen (Zusatzkosten € 2,- pro Kind). Inkludiert sind Tipps für die richtige Montage der Nisthilfe und die Anlage einer Blühfläche.

Faszination Insekten: Fleißige Helfer bei der Bestäubung
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