Blatt für Blatt, Blüte für Blüte und ein farbenfroher Anstrich: Folgende botanische Raritäten sind eine wahre Augenweide. Eine (seltene) Begegnung am Wegesrand ist ein besonderer Moment auf einer Blumen-Safari.

Aufgrund der Gefährdung der blühenden Schönheiten ist das Pflücken selbstverständlich: tabu. Mit einem "unverwelkbaren" Foto als Trophäe haben jedoch alle etwas davon!

Frei nach Konrad Lorenz' "Man schützt nur, was man kennt", wollen sich folgende botanische Raritäten bei dir vorstellen:

1Sibirische Schwertlilie

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Sibirische Schwertlilie, blühend auf einer Streuwiese

Zwischen Mai und Juni strahlt das satte Blau von Iris sibirica aus Niedermooren, Teichwiesen, feuchten Waldlichtungen und Gräben in ganz Österreich – sofern die gefährdete Art noch ihren speziellen Lebensraum vorfindet.

Sie schlägt ihre Wurzeln bevorzugt in kalkhaltige, feucht-nasse Böden oder nachhaltig genutzte Nasswiesen. Diese sollen – die wie bei diesem Naturschutzprojekt im steirischen Ennstal – erst im Spätsommer gemäht und keinesfalls gedüngt werden. 

Bei der Bestäubung kann sich die 120 cm große Grazie mit ihren schwertförmigen Blättern auf Hummeln und Schwebfliegen verlassen. 

Durch die Umwandlung von Feuchtwiesen in Äcker wurden etliche "Iris-Wiesen" vernichtet. 

2Knollen-Brandkraut

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Knollen-Brandkraut

Eine besondere botanische Rarität blüht von Juni bis Juli im pannonischen Osten Österreichs.

Phlomis tuberosa wächst an wenigen Standorten – bevorzugt Halbtrockenrasen, Lössrasen, trockenen Waldsäumen oder sonnigen Waldwegen – in Niederösterreich und im Burgenland.

Da die Pflanze nur vereinzelnd vorkommt und lediglich kleine Bestände bildet, gilt der 120 cm große Lippenblütler in Österreich als "stark gefährdet." 

3Die Silberdistel

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Silberdistel

Ab Juli bis September streckt die nahezu stängellose Pflanze (Carlina acaulis) ihre weißen Hüllblätter in den Himmel. Bei feuchter Luft schließt sich die Blüte, bei trockenem Wetter öffnet sie sich. Deshalb wird sich auch "Wetterdistel" genannt. 

Sie pflanzt sich bevorzugt auf Halbtrockenrasen, Heiden oder Weiden bis 2.000 Metern Höhe. 

Die Silberdistel ist in Österreich zwar gut vertreten, im nördlichem Alpenvorland, dem Pannonikum und in der Böhmischen Masse ist sie jedoch gefährdet. 

Naturschutzprojekte in der Südoststeiermark sowie im Burgenland unterstützen LandwirtInnen, die Magerwiesen nachhaltig zu mähen, sie mit Tieren zu beweiden und auf Düngen zu verzichten – sodass die Bestände der Silberdisteln gesichert sind. 

 

4Fieberklee

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Fieberklee

Die Pflanze des Jahres 2020 (Menyanthes trifoliata) wird bis zu 10 cm lang und 5 cm breit. Sie hat eine Vorliebe zu Mooren, Gräben oder Tümpel und fühlt sich im seichten Wasser wohl. Ihr hoher Gehalt an Gerbstoffen verhindert das Faulen in der feucht-nassen Umgebung.

In Österreich gilt der Fieberklee als "stark gefährdet". Auch als Bitterklee benannt, soll die Pflanze des Jahres auf das Verschwinden ihres Lebensraumes – des Moors – aufmerksam machen. Durch Trockenlegung der Moore und Feuchtwiesen für landwirtschaftliche Flächen und dem Eintrag von Stickstoff (aus der Atmosphäre) steht es nicht gut um die "Amphibienpflanze". Auch der Torfabbau hat etliche Moore auf dem Gewissen.

Der Fieberklee blüht von April bis Juli. Bestäubt wird sie ausschließlich von Hummeln, was ihr den Beinamen "Hummelblume" brachte. Es wurden jedoch auch andere Bienenarten bei der Nektar- und Pollenjause auf dem Fieberklee gesichtet.  

5Feuchtwiesen-Prachtnelke

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Feuchtwiesen-Prachtnelke, Blüte

Filigran, elfenhaft und stark gefährdet: Die Feuchtwiesen-Prachtnelke (Dianthus superbus subsp. superbus) ist eine besondere pflanzliche Rarität. Die bis zu 60 cm große Sumpfpflanze wächst ausschließlich in Feuchtwiesen. Dieses Biotop beheimatet eine Vielzahl an gefährdeter Arten. Der sogenannte "Hotspot der Biodiversität" musste in den letzten Jahrzehnten Ackerflächen weichen.

Die Schweizerwiese – die allerletzte Feuchtwiese im Wiener Becken – darf dank der Unterstützung von Blühendes Österreich wieder aufblühen. Hier können auf knapp einem Hektar die Prachtnelken in dieser Region wieder "Wurzel" fassen. 

6Knäuel-Glockenblume

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Knäuel Glockenblume

Die Knäuel- oder Büschel-Glockenblume (Campanula glomerata) streckt einem ihr violettes Blütenbündel bevorzugt aus Halbtrockenrasen und Magerwiesen entgegen. Früher häufig anzutreffen, ließ sie sich in den letzten Jahrzehnten immer weniger blicken. In der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gilt sie als gefährdet. 

Die bis zu 70 cm hohe Augenweide ist zwischen Mai und September ein Treffpunkt für Wildbienen und Schmetterlinge. In naturnahen Gärten ist die winterharte Staude ein willkommener Blickfang. Die Samen gibt es zu kaufen.

 

 

7Arnika

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Arnika

Das leuchtend gelbe Korbblütengewächs (Arnica montana) blüht von Juni bis August bevorzugt in luftiger Höhe. Das hat der Pflanze den Beinamen "Berg-Wohlvereih" verliehen. Sie ist vom Aussterben bedroht und steht unter der Naturschutz.

Trotz ihrer heilenden Wirkung (sie ist wundheilend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd) sollte die leicht giftige Arzneipflanze nicht gepflückt, sondern als verarbeitete Tinktur oder Heilsalbe gekauft werden. Die Pflanze wächst nämlich auch auf Feldern und die bedrohten Wildbestände in freier Natur müssen unbedingt verschont werden!

8Gelber Enzian

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Gelber Enzian

Mit einer großen Portion botanischem Glück begegnet man bei einer Wanderung dem imposanten Gelben Enzian (Gentiana lutea). Die bis zu 140 cm lange Pflanze stellt anderes Grün nicht nur mit ihrer Schönheit in den Schatten, auch mit ihrer Lebenszeit von bis zu 60 Jahren verblüfft das Enziangewächs seine Bewunderer. 

Zwischen Juni und August blüht die prächtige Gebirgspflanze. Die Arzneipflanze – die Wurzel wirkt fiebersenkend, verdauungsfördernd und gilt als Grundlage für Enzianschnaps – wird im Paznauntal und im Salzburger Lungau angebaut. 

9Alpen-Kugelorchis

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Kugelknabenkraut

Von Juni bis Juli blüht Orchideenliebhabern geballte Blütenpracht in Rosa bis Purpurrot. Traunsteinera globosa ist eine typische Gebirgs-Orchidee (700 bis 2.000 Meter), die ihre Wurzelknöllchen bevorzugt in ungedüngte Bergwiesen pflanzt. Sie wurde nach dem Tiroler Apotheker und Hobby-Botaniker Josef Braunsteiner (19. Jh.) benannt.

Zwischen Stauden, auf steilen Hangpartien und Lawinenkegeln in der Bergwaldzone sind sie anzutreffen. Sie meiden bewirtschaftete Wiesen und Weiden. 

Die bis zu 50 cm hohe Grazie lockt mit ihrem betörenden Duft Schmetterlinge, Schwebfliegen und Wildbienen an – ist jedoch eine sogenannte Nektar-Täuschblume, bei der es kaum etwas zu holen gibt. 

10Becherglocke

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Becherglocke

Von Juli bis September strömt abends von Adenophora liliifolia ein betörender Duft aus. In Österreich kann man sich leider selten am himmlischen Geruch erfreuen: Sie gilt als vom Aussterben bedroht und wächst stellenweise und sehr selten in Niederösterreich und in der Steiermark.

Die Becherglocke liebt die Gesellschaft vom Rohr-Pfeifengras. Sommerwarme, sandige, kiesige Lehm- und Tonböden gehören zu ihrem bevorzugten Lebensraum. 

Sie reagiert empfindlich auf Veränderungen: Mahd während der Vegetationsphase, das Verbrachen von Streuobstwiesen, Konkurrenzdruck von Neophyten wie der Goldrute, Verbuschen von Wiesen sowie die Isolation der Bestände machen sie zu einem traurigen Rote Liste Kandidaten mit der Gefährdungsstufe "vom Aussterben bedroht."

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

20. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
Der Fährte folgen
Kino beim Weidendom: Strudel, Film & Sterne

ABGESAGT - Kino beim Weidendom: Strudel, Film & Sterne

20. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Strudel, Film & Sterne wird verschoben 

Leider müssen wir das Freiluftkino am 20. August 2026 beim Weidendom wetterbedingt absagen.
Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Wir holen den Kinoabend dieses oder nächstes Jahr mit einem Ersatztermin nach. Natürlich informieren wir dich davor! Und bis dahin? Nicht verzagen, denn Sterne und Strudel stehen auch im September auf dem Programm: 

Strudel, Schloss & Sterne
Naturhotel Schloss Kassegg
Samstag, 12. September 2026 ab 18:00 Uhr

Mehr Informationen

Teilnahme kostenlos

Findet die Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Nein. Im Falle von Regen muss die Veranstaltung leider abgesagt werden. Über die Durchführung informieren wir am Veranstaltungstag ab 17:00 Uhr.

Was soll ich mitbringen?
An kühlen Abenden, wie sie im Gesäuse häufig sind, empfehlen wir warme Kleidung und eine Decke.

Kino unter freiem Himmel und unterm Gesäuse-Sternenhimmel – mit drei Kurzfilmen über das Klettern in der Region:

„Stets am Limit: Die Erstbegehung des Dachinierers von Michi Kemeter“
„Barbara Zangerl: Aus dem Schatten der Meister“
„Das Gesäuse – wild und ungezähmt“

Dazwischen spricht Moderatorin Hanna Giraudo mit Bergführer René Guhl über die Geschichte und Zukunft des Kletterns im Gesäuse: von der Historie der Erstbegeher bis zu neuen Erstbegehungen, von mentaler Stärke und Frauen am Berg bis zur Frage, wie viel Neues die Felswände noch vertragen.

Danach gibt’s süße und pikante Strudel vom Villmannsdorfgarten Rottenmann. Plus Sterne. Plus Gänsehaut.

Eintritt frei!

Filmcredits: © Red Bull Media House/ServusTV

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden.

 

Sprache: Deutsch

Altersfreigabe: ohne Altersfreigabe

Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom (B117, bei der Abzweigung nach Johnsbach)

Beginn: 20:30 Uhr

ABGESAGT - Kino beim Weidendom: Strudel, Film & Sterne
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