Frei nach Konrad Lorenz: „Nur was man kennt, schützt man”, geben artgerechte Tierparks den Menschen die Möglichkeit, heimische Wildtiere zu beobachten und kennenzulernen.

Dazu bieten die Wildtier-Gehege und Naturparks ein Refugium für Wolf, Mufflon oder Luchs, die in freier Natur aufgrund von intensivierter Landwirtschaft, Siedlungsräumen und Straßenverkehr kaum Chance zum Überleben hätten.

So wird die Vielfalt der Fauna und ihrer besonderer Lebensräume beschützt und bewahrt.

Folgende Top-10-Ausflugsziele garantieren tierisch-schöne Begegnungen:

1Biosphärenpark Großes Walsertal (Vorarlberg)

Dichte Wälder, blühende Almwiesen, kristallklare Bäche, 40 Berggipfel und 6 Gemeinden: Das Große Walsertal ist eine weltweite Musterregion, wenn es darum geht, die Natur zu nutzen, ohne ihr zu schaden. Das brachte dem V-Tal mit seiner herausragenden Biodiversität zwischen innerem Walgau und Roter Wand die UNESCO Welterbe-Auszeichnung.

Bei einer Exkursion lernt man mit einem Experten die Flora und Fauna kennen, darunter Raritäten wie die Spirke. Die Themenwege ermöglichen jedem das Kennenlernen des Lebensraumes in seinem eigenen Tempo. Vom „Weg der Sinne” über den „Klangraum Stein”, den „Lawinenweg Blons” bis zum „Blumen-Wander-Lehrpfad” oder dem „Kneipp Aktiv Weg” ist für jeden Naturtyp etwas dabei. 

Im „biosphärenpark.haus” erfahren die Gäste alles über das Schutzgebiet, die Entstehung eines Bergkäses und was es mit dem „Burmenta” auf sich hat. 

 

2Naturpark Tiroler Lech (Tirol)

Es ist eines der letzten naturnahen Flusstäler Österreichs – und mittendrin das türkisblaue Juwel Lech. Zwischen Nördlichen Kalkalpen, Lechtaler Alpen und Allgäuer Alpen umfasst das 41 km2 große Schutzgebiet den Wildfluss Lech mit seinen Auwäldern, Schotterbänken, Überflutungszonen, Seitenarmen und Bergmischwäldern. 

Vor allem die Auwälder sind der Lebensraum für seltene Vogelarten wie Flussregenpfeifer, Steinadler, Wanderfalke oder Sperlingskauz. Pflanzliche Augenweiden bietet das größte zusammenhängende Gebiet von Frauenschuh-Orchideen in der Martinauer Au. 

Mit etwas Glück entdecken die Gäste im Naturpark Tiroler Lech einen Steinkrebs, eine Flussufer-Wolfsspinne oder einen Lurch. 

Im architektonischen Blickfang auf der Klimmbrücke – dem Naturparkhaus – erfahren Interessierte alles über den Naturpark selbst und die Lebensader Tiroler Lech, während die Jüngsten sich draußen am Naturparkspielplatz austoben können.  

 

3Wildtieren auf den Hufen sein: Nationalpark Hohe Tauern (Tirol)

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veranstaltungstipps naturveranstaltung steinbock

Die Big Five der heimischen Fauna vor einer Traumkulisse: Das hochalpine Schutzgebiet bewahrt das alpine Erbe der einzigartigen Biodiversität. So bekommt man bei einer geführten Wildtierbeobachtung mit einem Nationalparkranger Steinadler, Gämsen, den seit 1986 wieder angesiedelten Bartgeier, Murmeltiere oder Steinböcke zu Gesicht. 

Letztere wurden seit 1960 wieder angesiedelt und zählen zu den größten Attraktionen im Nationalpark. Heute leben rund 200 Steinböcke im Nationalpark und bei der morgendlichen Wildtierbeobachtung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, auf ein Steinbockrudel zu treffen. 

4Cumberland Wildpark: Flattern und Schnattern im Almtal (Oberösterreich)

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Graugans

Das NATURSCHAUSPIEL bringt VogelfreundInnen zu den gefiederten Persönlichkeiten Waldrapp, Graugans und Kolkrabe. Die frei fliegenden Tiere versammeln sich untertags in der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau im Almtal.

Die BesucherInnen begeben sich auf die Spuren von Konrad Lorenz, beobachten die Vögel und dank Erhebungsblättern fließen die eingetragenen Daten der Citizen-Scientists in die Forschung ein. 

5Tierische Begegnungen im Naturpark Hohe Wand (Niederösterreich)

Hirsche, Steinböcke, Mufflons oder Murmeltiere „fellnah” erleben – was fressen sie? Wie kommunizieren sie? Im Naturpark kommen die BesucherInnen den Wildtieren ganz nah.

Zahm und zutraulich hingegen sind die Hasen, Ponys und Hängebauchschweine im Streichelzoo. Die freundlichen Alpakas und Lamas begleiten Jung und Alt gerne bei einer Wanderung durch den Naturpark.

Die blühenden, artenreichen Wiesen und die aufwendige Pflege dahinter wurden mit der Brennnessel  – dem Naturschutzpreis von Blühendes Österreich – prämiert.

 

6Wildtiere vor einer Metropole: Naturpark Purkersdorf-Sandstein-Wienerwald

Die schattigen Buchenwälder bieten den Wiener Großstädtern eine kühlende und sinnliche Auszeit – und die genießen auch die botanischen und tierischen Bewohner vor der Metropole.

Hier sagen sich Grünspecht, Steinkrebs und die schutzbedürftige Dicke Tönnchenschnecke Gute Nacht. Auf der Wald-Blumenwiese des Naturparks tummeln sich 26 Tier- und Pflanzenarten von europaweiter Bedeutung. 

Vom Tiergehege mit Eseln, Hirschen und Ziegen über Naturlehrpfade, Wasserspielplätze und Aussichtsplätze wie den Schöffelstein bis hin zum Naturparkzentrum mit seinem Museum ist der Naturpark zu allen vier Jahreszeiten einen unvergesslichen Ausflug wert.

 

7Pfau-tastisch: der Naturpark Geras (Niederösterreich)

Auge in Auge mit den geheimnisvollen Luchsen, hautnah im Streichelzoo mit Ziegen, Schafen oder Eseln sein: 

Im naturnahen Gehege im Naturpark Geras können die BesucherInnen scheue heimische Tierarten wie 

  • Luchse
  • Pfaue
  • Wildschweine
  • Tarpane
  • Mufflons
  • Damm-, Rot- und Sikawild
  • Auerochsen
  • Steinböcke

beobachten. 

Am Langer Teich schlagen die Herzen von Ornithologen höher: Eisvogel, Graureiher und Kormoran schwimmen, staksen oder ruhen im Naturteich. Mit viel Glück kann man sogar einen Seeadler erblicken. 

8Naturpark Buchenberg (Oberösterreich)

In naturnahen Gehegen können TierfreundInnen die heimische Fauna wie Füchse, Dachse, Hirsche oder Fasane bewundern – aber auch Zuzüglern wie dem Waschbären oder Marderhund die Ehre geben. 

Mit viel Geduld erhascht man im Lebensraum Urwald Blicke auf die scheuen Wölfe, Luchse und Wildkatzen. In der einzigartigen begehbaren Eulen-Großanlage entdecken die BesucherInnen 10 Eulenarten wie die Waldohreule oder die Schleiereule.

Beim Mini-Bauernhof tummeln sich Heim- und Hoftiere, von Esel und Schaf bis zur Ziege. 

9Wildkatzen im Nationalpark Thayatal (Niederösterreich)

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Gesicht einer Wildkatze

Im kleinsten Nationalpark Österreichs mit einer Fläche von 13,3 Quadratkilometern schleichen die getigerten Stars durch das Dickicht: Die Europäische Wildkatze hat in den Urwäldern rund um die Thaya Pfote gefasst. Mithilfe von Nachtkameras werden die stark gefährdeten Wildkatzen vermehrt gesichtet – zur großen Freude der ForscherInnen: Schließlich galt die Europäische Wildkatze 2007 noch als ausgestorben in Österreich. 

Bewundern können die BesucherInnen des Nationalpark Thayatal die Wildkatzen Frieda und Carlo im Wildtiergehege.

 

10Wildpark Ernstbrunn im Naturpark Leiser Berge

Im Herzen des Weinviertels kreuzen im begehbaren Gehege Hirsche, Mufflons, Gämsen und Steinböcke den Weg im Naturpark Leiser Berge. Auch über die Begegnung mit der fast ausgestorbenen Nutztierrasse Zackelschaf kann man sich freuen.

Wildschweine wühlen in der Erde und suhlen sich im Schlamm. Dazu Wolfsgeheul – möglich macht es das Wolf-Science-Center, welches man besichtigen kann. 

Der angelegte Park von Schloss Ernstbrunn lädt zum Spazieren und Verweilen ein.

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Mit dem Nationalpark Ranger die Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen entdecken

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28. Sep |
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Veranstalter: Nationalpark Kalkalpen

Mit unseren Nationalpark Rangerinnen und Rangern erlebst du den Nationalpark Kalkalpen von seinen schönsten Seiten: Wildtiere beobachten, besondere Pflanzen kennenlernen, die Waldwildnis entdecken oder das Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder" erkunden.

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Du wählst dein Thema und den Termin - alles andere organisiert unser Besucherservice für dich!
Folgende Themen stehen zur Wahl:

Preise für individuelle Ranger Tour:

Halbtagestour bis 4 Stunden, Euro 180,-
Ganztagestour, Euro 265,-
(Preise 2021 pro Ranger, ab 15 Personen ein zweiter Ranger)

Info & Buchung:

Besucherzentrum Ennstal
+ 43 7254/8414, info-ennstal@kalkalpen.at

Infostelle Windischgarsten
+ 43 7562/5266-17, info-wdg@kalkalpen.at

Villa Sonnwend National Park Lodge
+ 43 7562/20592, villa-sonnwend@kalkalpen.at

Zum Treffpunkt:

Das Nationalpark Besucherzentrum Ennstal liegt direkt an der Eisenbundesstraße zwischen den Orten 4462 Reichraming und 4463 Großraming.

  • Nationalpark Infostelle und Tourismusbüro Steyr und die Nationalpark Region
  • Ausstellung Wunderwelt Waldwildnis
  • Nationalpark Shop
  • Kostenlose Parkplätze vor dem Besucherzentrum
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Faszination Insekten: Fleißige Helfer bei der Bestäubung

28. Sep |
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Wenn wir an die Bestäubung denken, fallen uns sofort die Honigbienen ein. Doch nicht nur sie sorgen dafür, dass aus schönen Blüten saftige Früchte entstehen. Ihre Verwandten, die Wildbienen, sowie Käfer, Fliegen, Schmetterlinge & Co sind ebenfalls unentbehrliche Helfer im Dienste der Bestäubung. Wir erfahren welchen Gefahren die Bestäuber ausgesetzt sind und nach dem Motto „Die Bestäuber versorgen uns – wir versorgen die Bestäuber“ werden wir selbst zu ihrem Schutz aktiv.

Die bestäubenden Insekten sind in der Krise – und das liegt an uns! Zum einen bedrohen wir sie direkt durch den Einsatz von Insektenvernichtungsmittel, um zum Beispiel die Ernte vor Schädlingen zu schützen. Zum anderen sind sie auch zahlreichen indirekten Bedrohungen ausgesetzt: Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel entzieht den Insekten ihre Nahrungsgrundlage; weiters führt die intensive Verbauung zu Bodenversiegelung und damit zu weniger Blühflächen. Durch unseren Ordnungswahn – in privaten Gärten, aber auch auf Firmengeländen oder kommunalen Flächen – fehlen geeignete Strukturen für Nistplätze, dies wiederum trägt zur Abnahme der Bestäuber bei.

Weniger Bestäuber bedeutet weniger Vielfalt und schließlich reduzierte Bestäubungsleistung! Dabei sind rund 80 % der Blütenpflanzen bei ihrer Vermehrung auf Insekten angewiesen. Bienen, neben der Honigbiene auch sehr viele solitär lebende Wildbienenarten, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Co fühlen sich von Blüten magisch angezogen und ermöglichen uns eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln. Auf welche Lebensmittel wir ohne sie verzichten müssten, klären wir auf spielerische Art und Weise. Wir gehen somit der Frage nach, warum die Bestäuber-Insekten für uns so wichtig sind und welche bedeutende Rolle sie im Ökosystem Streuobstwiese übernehmen. Spielerisch vermitteln wir den Schülern die zahlreichen Gefahren und Probleme, mit denen die Bestäuber konfrontiert sind und natürlich klären wir auch, ob einzig und allein der Schutz der Honigbiene ausreicht, um eine zufriedenstellende Bestäubung zu gewährleisten! Wir wollen verdeutlichen, dass jeder Einzelne etwas zum Erhalt dieser wichtigen Insekten beitragen kann, z.B. durch das Anbringen von Nisthilfen, der Anlage von Blumenwiesen oder der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern.

Zum Abschluss des Programms können die Kinder nochmals selbst aktiv werden. Optional fertigen wir gemeinsam einfache Nisthilfen an (Materialkosten € 3,- pro Kind) und/oder stellen selbstbemalte Sackerl mit Wildblumensamen zusammen (Zusatzkosten € 2,- pro Kind). Inkludiert sind Tipps für die richtige Montage der Nisthilfe und die Anlage einer Blühfläche.

Faszination Insekten: Fleißige Helfer bei der Bestäubung
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